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„Bei wem?“ fragte er.„Beantworlet ſich dieſe Frage nicht von ſelbſt? Würde Sachſen oder Baiern ſich lange beſinnen, mit ihm gemeinſchaftliche Sache zu machen? Wäre eine Annäherung an Frankreich eine Unmöglichkeit?“
„Ja, das iſt ſie“, rief Sinzendorf, begierig, end⸗ lich zum Worte kommen und ſeinen Widerſacher auf einer Blöße ertappen zu können.„Man kann allerdings nicht verlangen, daß die politiſchen Conſtellationen Je⸗ dem klar ſein ſollen, dafür ſind aber Andere deſto beſſer unterrichtet. Frankreich, das edle Frankreich, hat keinen andern Gedanken als Frieden.“
„Frankreich, das katholiſche Frankreich“, ſagte Harrach,„ergreift nicht die Partei des Ketzers.“
„Auch ich habe unbedingtes Zutrauen zu ihm“, ſchaltete Maria Thereſia ein.„Mein Herr Vetter von Baiern hat es nie verborgen, wie gern er einen Gang mit mir machen möchte, er iſt doch wenigſtens auf⸗ richtig, aber er vermag nichts allein und ſeine Hoff⸗ nung auf den kriegsluſtigen Marſchall von Belleisle iſt ein Luftgebilde.“
„Zum Ueberfluſſe“, fügte Sinzendorf hinzu,„habe ich erſt in dieſen Tagen einen Brief des Cardinals Fleury, meines Jugendgenoſſen und Freundes, erhalten, worin er mir in den wärmſten Worten ſeine Friedens⸗


