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„Und warum iſt das Alles?“ rief Maria Thereſia zürnend und ließ ihren Feuerblick im Kreiſe der rath⸗ loſen Männer herumgehen, die ihre Stützen und Helfer ſein ſollten in der bedrängten Zeit. Sie ſprach es nicht aus, aber aus ihren Augen blitzte es, daß ſie ſich unter ihnen vergebens nach dem Manne voll That⸗ kraft und Entſchloſſenheit umſah, deſſen ſie bedurft hätte.
„Ich will auf dieſe Bedingungen nicht eingehen“, ſagte ſie dann kurz,„ich will nicht. Man ſoll Alles aufbieten, Mannſchaft zu werben und Waffen zu ſam⸗ meln, Neipperg ſoll ſich um jeden Preis halten, bis wir gerüſtet ſind. Denken Sie auf neue Vorſchläge zu Verhandlungen, ſie müſſen uns Zeit ſchaffen, dann wollen wir losſchlagen und den Beweis liefern, daß die Preußen auch nicht unbeſiegbar ſind und Oeſter⸗ reichs Krieger nicht verlernt haben, zu ſchlagen!“
„Ich ſtimme ganz Eurer Majeſtät bei“, rief Sinzen⸗ dorf.„Es gilt vor allem, Zeit zu gewinnen. Die Feder muß unausgeſetzt thätig und kann nachgiebig ſein, bis der Degen das wieder holt, was ſie verloren gab!“
„Das iſt auch meine Meinung“, ſagte Königseck. „Wir ſind ſchmachvoll überfallen worden, wir müſſen erſt Zeit haben, Athem zu holen und uns zu beſinnen! Warten iſt eine noch größere Kunſt als blind darein
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