Teil eines Werkes 
1. Band (1874)
Entstehung
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ſchöne Mädchen noch einmal zu ſehen, ſie genauer und näher betrachten zu können, rang mit der Scheu, ſich zudringlich zu zeigen. Bald aber war dieſe Beſorgniß überwunden, war es ja doch ein Leichtes, ſich in ſol cher Entfernung zu halten, daß ſie ihn gar nicht be⸗ merken konnte, wenn dies in ſolcher Menſchenmenge überhaupt möglich war.Es iſt etwas in dieſem An⸗ geſichte, ſagte er zur Selbſtentſchuldigung vor ſich hin,und jetzt auch in jeder Bewegung dieſer anmu⸗ thigen Geſtalt, was mich mit dem erſten Blick wun⸗ derbar gefangen und befangen hält. Ich will ihr nach, will mich überzeugen, daß Entfernung und Ueberra⸗ ſchung mich getäuſcht haben; ich muß mich von dieſem Eindruck befreien, oder Er vollendete nicht; denn er mußte eilen, wenn er das Mädchen nicht aus den Augen verlieren wollte.

Sie blieb am Thore des Paulanerkloſters ſtehen, an welchem einige Stufen emporführten und den gan⸗ zen Platz gegen die Mariahilfkirche hin zu überblicken geſtatteten; ohne daß ſie eine Ahnung davon hatte, gab ſie dadurch ihrem Verfolger Gelegenheit, ſie mit voller Muße zu betrachten, weil ſie mit Kopf und Schulter frei aus der übrigen Menge hervorragte.

Langſam, feierlich kam die Wallfahrt näher, einen weiten Bogen beſchreibend, um auf dem großen Platze

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