Teil eines Werkes 
1. Band (1874)
Entstehung
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die ganze Ausdehnung und Pracht des Zuges entfal⸗ ten zu können. Das Schmettern der Trompeten und Poſaunen, von dumpfen Paukenwirbeln getragen, fer⸗ ner, ernſt melodiſcher Chorgeſang und das wirre Ge⸗ brauſe laut betender Stimmen miſchten ſich immer näher und lauter in den ebenfalls immer mächtiger erſchal⸗ lenden Glockenton.

Der Fremde hatte unweit der Schenke Platz ge⸗ funden, wo vorher das Kloſterbier geſpendet worden und jetzt ein dienender Bruder, die weiße Schürze über der ſchwarzen Kutte, mit einigen Knechten beſchäftigt war, die ins Freie geſtellten Tiſche und Bänke wegzu⸗ räumen und die Unzahl ſteinerner Maßkrüge beiſeite zu bringen. Dabei vergaß er ſich ſelbſt keineswegs; eben hatte er ſich zur Stärkung einen Krug aus dem Faſſe gefüllt und blies nun behaglich den Schaum davon weg. Darüber hinausblickend gewahrte er den Fremden und hatte denſelben mit dem Scharfblick eines Wirths ſogleich als einen nicht Einheimiſchen erkannt.

Er zog den Krug unberührt vom Munde zurück und trat damit zu dieſem hin.Der Herr iſt ein Fremder, ſagte er,ich ſeh' es ihm übers Gewand an; wenn der Herr vielleicht unſer Kloſterbier koſten will, weil juſt noch ein Augenblick Zeit iſt, machen

wir uns eine Ehr' daraus. 9 14*