zahl Menſchen ſich gelagert hatte, lauter fromme Leute aus der Stadt, die den Einzug der Wallfahrer ab⸗ warten und ſich die Zeit des Wartens durch das vor⸗ treffliche Bier verkürzen wollten, das die ehrwürdigen Väter Paulaner in koſtbarſter Weiſe zu bereiten ver⸗ ſtanden. Gab es doch, wenn einmal die Andacht be⸗ gann, ſo viel zu beten, daß es wohlgerathen ſchien, ſich vorher Lippen und Kehle gehörig zu befeuchten. Die heitere Menge achtete des Fremden nicht, der durch ſie hindurch die Straße entlang ſchritt, die nach manchen Wendungen an einem hübſchen Hauſe vorbei⸗ führte, deſſen Bauart ſowohl als die daran angebrachte reiche Stuccaturverzierung auf den erſten Blick erken⸗ nen ließ, daß es nicht ein bürgerliches, ſondern irgend ein vornehmes oder fürſtliches Beſitzthum war. Ueber dem Eingang und an den Fenſtern waren zwiſchen zierlich verſchlungenen Laubgewinden und Zweigen alle Vorgänge und Erlebniſſe der Falkenjagd und Reiher⸗ beize abgebildet, von dem Augenblicke an, wo der Falke mit der Haube auf dem Kopfe wartend auf Fauſt und Stange ſitzt, bis zu dem, wenn er auf das Federſpiel ſtößt und ſeiner Beute nachſtürzt, um dieſe in den Fängen gehorſam zu ſeinem Herrn zurückzu⸗ bringen. Es war die Wohnung des kurfürſtlichen Oberfalkners, der von hier aus wie von einem Edel⸗
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