Teil eines Werkes 
1. Band (1874)
Entstehung
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büſchen regellos, aber anmuthig zerſtreut lagen, bis zu dem großen Platz, auf deſſen raſenbewachſener Mitte die an⸗ ſehnliche Kirche von Mariahilf ſich aus einer Doppelreihe ſchöner Lindenbäume erhob. Auf dem ſpitzen Thurme ſtand ein lebensgroßes Marienbild, das, mit goldener

Krone und Scepter in der Nachmittagsſonne blitzend,

weit hinaus Stadt und Gegend gleich einer Königin

beherrſchte. Aus dem weiten Baumgarten, der ſich

hinter der Kirche die Anhöhe hinanzog, ragte wie aus

einem grünen Waldverſteck das Schlößlein Neudeck

empor, einſt Sommeraufenthalt und Jagdſitz der bai⸗ riſchen Landesherrn, die den ſtillen, einfachen Zufluchts⸗ ort, nachdem das prächtige Nymphenburg erbaut wor⸗

den, den aus Italien herbeigerufenen Vätern vom heiligen Franz von Paula geſchenkt und ihnen erlaubt

hatten, ſich ein Kloſter daneben zu erbauen. Dieſes

war denn auch ſchon zu einem ſtattlichen Gebäude er⸗

wachſen und die daran gebaute Kirche zeigte, daß die neuen Anſiedler den Platz wohl feſtzuhalten gedachten,

denn der Thurm derſelben trug wie zum Zeichen der

Herrſchaft als Abſchluß und Dach ein viereckiges Pfaf⸗

fenkäpplein. Mit dem niedrigen, langgeſtreckten Kloſter⸗ hing, durch einen ſchmalen Gewölbgang verbunden,

das Bräuhaus zuſammen, vor welchem ſowie auf dem umfriedeten Platze vor der Kloſterpforte eine Un⸗