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Der Niſche gegenüber befand ſich ein kleines Kabinet, ebenfalls dunkel getäfelt, mit einem Fenſter, das in die Kapelle mündete und ſo das Stübchen zu einer Art Oratorium machte. Jetzt war das Fenſter ſorg⸗ fältig verſchloſſen und davor ein Schenk⸗ und ein Kre⸗ denztiſch angebracht, von welchem aus der Oberkam⸗ merdiener Duſchl und ſeine vertrauteſten Gehülfen mit leiſer Geſchicklichkeit behend und unmerklich die Geſell⸗ ſchaft bedienten, ſodaß ein Wunſch kaum ſich zu re⸗ gen begann, als er auch ſchon errathen und erfüllt war. Der ganz gleich eingerichtete Vorſaal, von wel⸗ chem eine Seitenthür in die Kapelle und an das eiſerne Gitterthor führte, war vollkommen leer gelaſſen und diente für diejenigen, welche Luſt verſpürten, ſich von den Tafelfreuden zu erheben und mit einem Freunde ein unbelauſchtes vertrauliches Wort zu wechſeln. Nebenan in einem abgeſchloſſenen Gemache befanden ſich die Muſiker, welche die Tafelgäſte weder ſehen noch hören konnten, deren Leiſtungen aber von dieſen durch die in der Wand oben an der Decke angebrachten Luft⸗ öffnungen ſehr wohl vernommen werden konnten.
Die Verſammlung war ziemlich bunt. Aeltere Männer in reichen Staatskleidern und Staatsperrücken wechſelten mit jüngeren von mehr ſoldatiſchem Aus⸗ ſehen in Uniform und Hoftracht der damaligen Zeit;


