mitzumachen, aber ich bringe eine Botſchaft, die Eile hat. Alſo gute Nacht, Alter!“
„Gute Nacht, Excellenz!“ rief der Gärtner dem hinter die Kapelle Tretenden nach, indem er mit der einen Hand die Mütze abnahm, mit der andern das Mädchen, das er gleich beim erſten Begegnen am Arme gepackt hatte, noch feſter an ſich zog.„Und Du“, fuhr er fort,„Du gehſt mit mir! Ein Reh hat Dich meine Alte genannt? Recht ſo, mag ſchon ſein, daß Du et⸗ was von einem Reh an Dir haſt. Drum will ich ſorgen, daß Du nicht ſo wild im Gehege herumſtreifſt und daß ſich ſo bald nicht wieder ein Jäger an Dich heranpirſcht.“
In der Magdalenenkapelle, oder richtiger, in der daranſtoßenden Einſiedelei war es indeſſen ganz ſtill ge⸗ worden. Wer, ohne etwas von dem darin gefeierten Feſte zu wiſſen, in die Nähe kam, konnte wohl glau⸗ ben, daß der Schein in den Ritzen der Fenſterläden von der Lampe des einſam wachenden Klausners, das Gemurmel, das ſich mitunter vernehmen ließ, von deſ⸗ ſen nächtlichem Chorgebete herrühre.“Es war, als wäre eine Stockung in dem Strome der Fröhlichkeit eingetreten, der erſt ſo raſch und laut durch die der Frömmigkeit geweihten Räume dahingerauſcht war⸗ Dieſe ſelbſt bildeten durch ihre ernſte Einfachheit und


