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immer näher, ſodaß der Klang derſelben zu unter⸗ ſcheiden war, und bald war es nicht mehr bloße Neu⸗ gierde, was ſie feſſelte: eine Empfindung des Schreckens 1 rieſelte ihr lähmend durch die Glieder— die eine der Stimmen klang ihr, als hätte ſie dieſelbe nicht zum erſten Male gehört. Wohl ſchalt ſie ſich ſelbſt in dem Augenblick, als der Gedanke in ihr aufblitzte, über die Thorheit aus, daß die Aehnlichkeit einer Stimme, die ja wohl oft vorkomme, ſie ſo zu erſchrecken vermöge, dennoch war es ihr unmöglich, von der Stelle zu gehen und die Empfindung zu bewältigen. Mit jedem Pulsſchlage kamen die Stimmen näher, wurden ſie heller und vernehmlicher und mit jedem Laute hing ſich ein neues Bleigewicht an ihre Füße. Sie hielt den Athem an, theils vor Beklemmung, theils um beſſer hören zu können— eben jetzt ſchwamm das zierliche, goldblitzende Fahrzeug, nach Art der venetianiſchen Gondeln an der Spitze mit einem hohen Schnabel wie mit einem Schwanenhalſe verſehen, aus dem Lichte in den dunklen, von dem Tannenwäldchen und
der Taxuswand beſchatteten Raum, in welchem drü⸗
ben eine Stufe angebracht war, um landen und an der Kapelle ausſteigen zu können. Beinahe lautlos glitt der Kahn durch das dunkle Waſſer; das darin ſitzende Paar war ſo ſehr in ſein Geſpräch vertieft,


