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Eiſengitter abgeſchloſſene Kapellenhalle, welche eine mit bunten Steinen, Schlacken, Muſcheln und Glasſtücken ausgelegte Grotte bildete, und erhellte dieſelbe beinahe bis zur Tiefe, wo aus künſtlich aufgehäuften Fels⸗ ſtücken ein Brünnlein hervorquillt, vor welchem, in weißem Marmor gemeißelt, das Standbild der ſchönen Büßerin Magdalena kniet.
Die Muſik war eben verſtummt; vergeblich horchte die Lauſcherin an der Hecke eine geraume Zeit in die Mondnacht hinaus und wollte ſchon enttäuſcht und unmuthig zum Hauſe zurückkehren, als durch die Nacht⸗ ſtille fernes Plätſchern an ihr Ohr drang.„Horch“, hauchte ſie vor ſich hin,„das kommt ja vom Kanal her und nicht vom Springbrunnen! Das iſt das Rau⸗ ſchen von einem Ruder und Stimmen dazwiſchen. Da fährt noch Jemand auf dem Kanal ſpazieren. Es mag ganz hübſch ſein, ſo im klaren Mondenſchein auf dem Waſ⸗ ſer zu fahren, wie daheim am Würmſee. Das möcht' ich wohl einmal wiederſehn.“
Sie verſtummte; denn im nämlichen Augenblick wurde am andern Ende des Waſſerbeckens außerhalb des Wäldchens in dem frei liegenden mondbeglänzten Kanale ein Nachen ſichtbar. In raſch aufwallender Beſorgniß, entdeckt zu werden, wollte ſie zurück, aber die Neugierde hielt ſie feſt, denn die Stimmen kamen


