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ſie getäuſcht; das Gezweig war zu dicht, als daß der Blick hindurchzudringen vermocht hätte, und ſo ſchritt ſie behutſam noch eine Strecke weiter, als ſie vorgehabt, bis dahin, wo die Taxuswand ſich unmittelbar an die äußere Umfaſſungsmauer des Gartens anlehnte und nicht ſo feſt ſchloß, daß nicht ein kleiner Zwiſchenraum geblieben wäre. Mit der einen Hand an die Mauer geſtemmt, bog ſie mit der andern die Zweige etwas zurück und ſtand dem Ziel ihrer Wünſche, der neuein⸗ geweihten Magdalenenkapelle gegenüber, nur durch ein kleines Waſſerbecken getrennt, das ebenfalls an der Mauer endete. Zwiſchen den Stämmen des kleinen Fichtenwäldchens hindurch ſah ſie die Kapelle im vol⸗ len Mondlichte ſo deutlich vor ſich liegen, daß ſie je⸗ den Spruug in dem Gemäuer, jeden Riß im Bewurf, jeden losgebröckelten Stein zu unterſcheiden vermochte, denn das Gebäude, eine Einſiedelei mit Kapelle vor⸗ ſtellend, war kunſtvoll ſo angelegt und durchgeführt, daß es Schein und Anſehen einer mühſam erhaltenen Ruine hatte. Die Fenſter des Wohngebäudes zu ebener Erde waren dicht mit Läden verſchloſſen, ſodaß kaum hier und da ein Lichtſchimmer durch eine Ritze drang und die Stimmen der darin verſammelten Geſellſchaft nur wie fernes Summen zu vernehmen waren. Das Mondlicht legte ſich voll in die offene, nur mit einem


