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trinkt, einen ſchoͤnen Trinkſpruch vorbringen— und du
den und Eintracht leben und ſſich nie mehr uͤber Nichts⸗
und alle Kinder ihre Eltern ehren und lieben, wie To
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und der ihm als ein Andenken von ſeinem Ahnherrn ſo ſchätz
bar war. Roſa hatte den Becher ſogleich bemerkt, und den Frau Hildegard blos mit einem Blicke fuͤr die Aufinerkſam⸗ keit gedankt.
Kunerich ergriff zuerf den ſilbernen Pokal und leerte ihn auf Edelberts und Roſa's Wohl. Die zwei Ritter, Siege⸗ bert und Theobald, folgten ſeinem Beiſpiele. Edelbert trank auch, ſagte aber ſehr bedeutend:„Vor dieſem ſtarken Weine, ihr Herren Ritter, muͤſſen wir wohl auf unſerer Hut ſeyn, er waͤre im Stande, einen Rittersmann, den noch kein Feind beſiegte und der ſich vor keinem Tuͤrkenſaͤbel fuͤrchtet, zu Boden zu werfen!“
Kunerich lachte; das Lob beines Weines geffel ihm. ue⸗ brigens verſtand er den Wink. Weiß wohl, ſagte er zu Edelbert, als wir noch Edelknechte an dem Hofe des Her⸗ zogs waren, ermahnteſt du mich und unſere Spießgeſellen immer zur Maͤßigkeit. Nun, nun, du hatteſt Urſache dazu. Sey aber außer Sorgen! recht luſtig wollen wir heute be einander ſehn; aber dabei doch ſattelfeſt bleiben. Wir wollen in der ſchoͤnſten Ordnung verfahren! Jeder muß, bevor er
“
Hildegard, und Ihr, Fraͤulein Roſa, muͤßt heute auich mit anſtoßen.“
Hildegard und Roſa ſtießen mit an; allein ſie benetztan d mit dem feurigen Weine kaum die Lippen. Die Trinkſpruͤche und Segenswuͤnſche aber, die den meiſten Beifall fanden, waren dieſe:
Edelbert ſprach:„Alle deutſchen Maͤnner ſollen in Frie⸗
wurdigkeiten entzweien!“
Theohald ſagte:„Alle deutſchen Frauen und Inngfrauen ſollen an liebenswuͤrdigen Tugenden der Frau Hildegard, der 5 holden Roſa und der ſeligen Mathilde gleichen’?"?!.
Siegebert ſprach:„Alle Eltern ſollen ihre Kinder er⸗ ziehen, wie Edelbert und Mathilde ihre Tochter erzogen,
ihren Vater!“


