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wegen, daß er mir geſtattet, dir in die Gefangenſchaft zu folgen und dich im Gefaͤngniſſe zu bedienen!“ 4 Jetzt entſtand im Schloſſe aufs neue Laͤrm. Der feindli⸗
che Ritter befahl ſeinen Leuten aufzubrechen; nur einigen
gebot er; als Beſatzung zuruͤck zu bleiben. Bewaffnete dran⸗ gen in Edelberts Zimmer. Roſa hielt ſich feſt an ihren Vater, und bat, ſie mit ihm ins Gefaͤngniß zu bringen. Sie wurde ihm mit Gewalt aus den Armen geriſſen.
Edelbert wurde hinunter gefuͤhrt in den Schloßhof, der von mehreren brennenden Pechfackeln furchtbar beleuchtet war. Die Schloßthore ſtanden weit offen. Eine Menge Kriegsknechte zu Pferde, deren jeder noch ein leeres Pferd an der Hand fuͤhrte, waren nachgekommen. Kunerichs Kriegsroß, mit ſchimmerndem Zaume und purpurner Decke geſchmuͤckt, befand ſich darunter. Den trefflichen hochbe⸗ ruͤhmten Edelbert ſetzte man auf einen ſchlechten Karren. Zwei große Wagen, die Edelbert gehoͤrten, ſtanden mit ge⸗ raubten Guͤtern hoch beladen da. Edelbert mußte es mit anſehen, wie ſeine Zugpferde aus dem Stalle gefuͤhrt und vor die Wagen geſpannt wurden. Der gute Mann, der von ſeiner Wunde noch nicht ganz hergeſtellt war, zitterte auf dem elenden offenen Fuhrwerke ſchon vor Naͤſſe und Froſt, bevor man aufbrach. Endlich kam Ritter Kunerich in den Hof, und ſchwang ſich auf ſein Pferd. Reiter um⸗ ringten den Karren. Jauchzend und mit wildem Getuͤmmel zogen ſie eilends zum Thore uͤber die donnernde Fallbruͤcke hinaus.
Den ſteilen Berg hinunter gieng es langſamer. Roſa holte den Zug ein. Kunerich ritt neben dem Karren, auf dem ihr Vater ſaß. Weinend und flehend draͤngte ſie ſich zwiſchen Kunerichs Pferd und den Karren, und bat mit aufgehobenen Armen, ſich zu ihrem Vater ſetzen zu duͤrfen. Allein Kunerich that, als hoͤrte er ſie nicht; er ſah ſte gar nicht an und blickte, die eine Hand in die Seite geſtemmt, und in der andern das bloße Schwert, trotzig umher. Unten am Berge rief Kunerich:„Nun vorwaͤrts!“ Alle gaben ih⸗ ren Pferden die Sporen; die Fuhrleute ſchlugen mit den
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