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ſtieß ſie von ſich, und gieng, ohne weiter auf ſie zu achten,
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Koſtbarkeiten mir anſtaͤndig iſt, will ich mir jetzt ausſuchen⸗ Alsdann moͤgt ihr zum Lohne eurer Tapferkeit die ganze Burs rein auspluͤndern, waͤhrend ich mir bey einem Krug alten Weines guͤtlich thue. Macht hurtig! in drei Stunden ziehen wir von dannen.“
Roſa warf ſich dem grauſamen Ritter weinend zu Fuͤſſen und flehte um Erbarmen fuͤr ihren Vater. Der Wüͤthrich
mit ſtolzen Schritten zur Thuͤre hinaus. Edelbert wurde ge⸗ feſſelt und zwey Kriegsknechte hielten vor der Thuͤr Wache.
Kunerich hatte den Augenblick, da Edelbert ſeine tapfere Rechte nicht gebrauchen konnte, fuͤr den guͤnſtigſten gehalten, ſeine gluͤhende Nache in hellen Flammen ausbrechen zu laſſen. Er hatte uͤberdieß noch ſo lange zugewartet, bis Edelberts tapferſte Krieger mit dem Herzog zu Felde gezogen waren, und ihn alſo nicht ſchuͤtzen konnten. Unter Edelberts wenigen Leuten, die der Burg zur Beſatzung dienten, hatte er einen feigen, wenig nuͤtzen Kriegsknecht, den Edelbert nur aus Barmherzigkeit beibehielt, durch Geld gewonnen. Dieſer hatte ihm Nachts ein geheimes, von Felſentruͤmmern und Dorn⸗ geſtraͤuch verſtecktes Pfoͤrtchen geoͤffnet, das durch einen unter⸗ irdiſchen Gang in das Schloß führte. Die uͤbrigen Kriegs⸗ knechte hatten die eindringenden Feinde zu ſpaͤt bemerkt, und wurden trotz alles Widerſtandes in wenigen Augenblicken uͤber⸗ waͤltigt und zu Boden geworfen. So kam es, daß Kunerich ſo ploͤtzlich in Edelberts Wohnſtube eindringen, und ihn in Mitte ſeiner Burg zum Gefangenen machen konnte.
Viertes Kapitel Roſa wird von ihrem Vatel getrennt.
Edelbert ſaß in ſeinen Ketten traurig an dem erloſchenden Kaminfeuer. Roſa kniete weinend, jammernd und betezed bei ihm. Sie rang die Haͤnde, und ihre Locken flogen zerſtreuk umher. Sie war wie betaͤubt. Sie blickte mit ihren, thraͤnen⸗ vollen Augen zu ihrem Vater auf. 8 war ihr nici and
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