— 8
2⁸
dienſte mehr leiſten.
nicht muͤſſig verzehren.
Indeß war er nicht zu aller Arbeit un⸗ brauchbar geworden, und wollte deßhalb ſein Stuͤcklein Brod
Er machte in der wildeſten Gegend
des Waldes ein kleines verborgenes Thaͤlchen ausfindig, wo
er ſich anzuſiedeln wuͤnſchte.
Haus bauen.
Ich ließ ihm dort ein huͤbſches Er brach ein Stuͤck Boden zu einem Ackerfeld
um, das ihm Brod giebt, und treibt mit meiner Bewilligung
nebenzu das Kohlenbrennen
Die Gegend, wo er wohnt,
wird faſt nie von Menſchen beſucht, und Ruß und Kohlen⸗ ſtaub machen uͤberdieß ſein ſonſt bluͤhendes Angeſicht faſt un⸗ kenntlich. So glaubte er ſich vor Kunerichs Nachſtellungen ſicher genug, und wurde ſeitdem auch nicht im geringſten
beunruhigt.“
Dieſer Geſchichte fuͤgte Ritter Edelbert noch einige Bei⸗ ſpiele von Burkhards Tapferkeit und Treue bei, ſo daß die
Erzaͤhlung his ſpaͤt in die Nacht waͤhrte.
Roſa hatte ſo
gufmerkſam zugehoͤrt, daß der Becher ihres Vaters ſchon lan⸗
ge leer ſtand,
und daß es ihr ſogar außer Acht gekommen war, neues Holz an das Feuer zu legen.
Da erhob ſich ploͤtzlich in der Burg ein furchtbarer Laͤrm. Die gewoͤlbten Gaͤnge wiederhallten vom Geklirre von Waffen
und dem Geſchreie ſtreitender Maͤnner.
Mehrere Fußtritte
naͤherten ſich der Wohnſtube, in der ſich Edelbert und ſeine
Dochter befanden.
Der Ritter ſprang auf, und blickte nach
Waffen umher; Roſa riegelte eilends die Thuͤre. Allein mit einem fuͤrchterlichen Stoße wurde die Thuͤre aufgeſprengt und ein geharniſchter Mann, begleitet von mehreren, Bewaffneten,
trgt herein.
„Nun, Edelbert!— ſprach er mit blitzenden Augen und mir donnernder Stimme— iſt die Stunde der Rache gekom⸗ men. Ich bin Kunerich, dem du ſo oft zuwieder gehandelt
unnd den du ſo oft beleidiget haſt. Nun ſollſt du mir dafür
buͤßen. Er wandte ſich hierauf zu ſeinen Kriegsknechten und rief:„ Schlaget ihn in Ketten und bewacht ihn, bis
wir aufbrechen; das ſchauerlichſt ſoll von nun an ſeine Wohnung enn. 1 Was von Mlungen und Waffen, Kleidern und
Zefaͤngniß zu Fichtenburg Dieſe Burg hier iſt


