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Baumzweigen auf. Er wußte alles ſehr maleriſch zu ord⸗ nen. Nun nahm er auch ein Paar Dutzend kleine blecherne Lampen hervor, die mit Wachs eingegoſſen waren. Er haͤngte ſie vorſichtig, damit ſie den Baum ſchoͤn beleuch⸗ ten, aber nicht anbrennen konnten, an den Zweigen auf. Da alles fertig war, giengen Catharine und Luiſe, die Kinder zu wecken.„Sie durfen aber nicht fruͤher kommen, ſagte Anton, als bis ich mit dem Anzuͤnden der Lampen ferlig bin und bis die Mutter ruft.“
Als die Kinder von den Weihnachtsgeſchenken hoͤrten, vergieng ihnen ſogleich aller Schlaf. Man konnte ſie nicht ſchnell genug ankleiden. Endlich rief die Mutter:„Jetzt kommt!“ Die Kinder ſprangen eilig in die Stube— blieben aber von Glanz und Schimmer geblendet ploͤtzlich ſtehen. Vor Erſtaunen und Entzuͤcken uͤber den unerwarte⸗ ten Anblick konnten ſie Anfangs nicht reden. Sie ſtaunten den wunderſam ſchimmernden Baum mit ſtarren Augen und offenem Munde anverwandt an. Der gruͤne Glanz der Zweige, die Lichter, die dazwiſchen wie Sterne ſchim⸗ merten, die hochroth ſtrahlenden Aepfel, die goldgelben Birnen, die vielen bunten und funkelnden Sachen kamen ihnen wie Zauberey vor. Sie wußten nicht, ob ſie wach⸗ ten oder traͤumten. Endlich riefen ſie hoͤchſt entzuͤckt; „O wie ſchoͤn, o wie herrlich!“ Franz ſagte:„Einen ſol⸗ chen Baum, der ſo ſchoͤn iſt und im Winter ſo vielerley Fruͤchte traͤgt, giebts in unſerm ganzen Walde nicht.“ „Ey, ſagte Klara, ſolche Baͤume wachſen nur im Para⸗ dieſe, oder gar nur im Himmel. Nicht wahr Mutter, das Chriſtuskindlein hat uns den Baum geſchickt?“„So, wie er da iſt, ſprach die Mutter, nun eben nicht. Indeß hat doch Chriſtus, der einſt als ein Kind in der Krip⸗ pe lag und nun im Himmel iſt, euch dieſe Freude be⸗ ſcheert. Denn waͤre Er uns nicht geboren, ſo wuͤßten wir
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