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rodes.“ Die Mutter verwies ihm dieſe Rede. Die kleine Klara ſagte:„Anton, dich bat gewiß ein Engel hieher ge⸗ ſchickt. Haſt du uns aber auch ein Weihnachtsgeſchenk mit⸗ gebracht?“„O ja wohl, ſagte er, ich habe euer nicht vergeſſen. Nur muͤßt ihr warten, bis meine Kutſche nach⸗ kommt. In dieſer iſt alles.“ Die Kinder gaben ſich zufrieden.
Hierauf wurde das Abendeſſen aufgetragen. Es wurde aber mehr geredet als gegeſſen. Nach Liſche verlangten die
Kinder in das Bett. Alle uͤbrigen blieben aber noch bei ein⸗
ander auf.„Den lieben Kleinen, ſagte Anton, muͤſſen wir morgen fruͤhe noch eine beſondere Freude machen. Wir muͤſſen ihnen einen Weihnachtsbaum zurichten. Denn wie in einigen Gegenden die Krippe, ſo iſt in andern der Weihnachts⸗ baum Sitte. Chriſtian muß ſich aus Liebe zu ſeinen Kindern ſchon bequemen, noch dieſe Nacht aus dem nahen Walde eine junge Tanne zu holen. Das Nothige, den Baum zu ſchmuͤ⸗ cken, bringe ich mit. Ich habe meinen Kutſcher, deſſen Pfer⸗ de faſt erlegen waren, in Aeſchenthal zuruͤckgelaſſen, und bin auf dem Fußſteig uͤber alle Berge hieher geeilt; morgen fruͤhe aber vor Anbruch des Tages wird die Kutſche mit meinem Koffer und uͤbrigem Gepaͤcke hier eintreffen.“ Am folgenden Morgen, ſehr fruͤhe, da die Kinder noch fuͤß und ſanft ſchliefen, waren ſchon alle Erwachſene im Hauſe mit Aufſtellung und Ausſchmuͤckung des Weihnachts⸗ banmes beſchaͤftigt. Ein junger ſchener Tannenbaum mit dichten gruͤnen Aeſten wurde in der Stubenecke zwiſchen den Fenſtern angebracht. Anton öͤffnete, nachdem die Kutſche abgepackt war, eine große Schachtel, bie faſt mit allem, was Kinder freuen kann, gefuͤllt war. Er haͤngte die kleinen Geſchenke— ſchoͤnes Obſt, allerley buntes Zuckerwerk, nied⸗ liche Korbchen voll verzuckerter Mandeln, Kraͤnze von kuͤnſt⸗ lichen Blumen mit roſenfa benen oder himmelblauen Bän⸗ dern geziert, nebſt allerley flimmernden Spielzengen au den
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