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Der Weihnachtsabend : eine Erzählung zum Weihnachtsgeschenke für Kinder / von dem Verfasser der Ostereyer
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ſuchung, die der Fuͤrſt anordnen werde, falle zuverlaͤßig zu ihrem Beſten aus, und Ihr Sohn erhalte ſicher den Foͤrſterdienſt:

Der alte Foͤrſter wiſchte ſich, ſo wie alle uͤbrigen, waͤhrend dieſer Erzaͤhlung öfter die Augen. Jetzt ſtand er auf, umarmte Anton, nahm den Flor von dem Gemaͤl⸗ de der Geburt Jeſu hinweg, blickte dankend zum Himmel⸗ und rief:Nun laßt uns in den Lobgeſang der Engel einſtimmen: Ehre ſey Gott in der Hoͤhe und Friede auf Erden den Menſchen, die eines guten Willens ſind.

Neuntes Kapitel. Der Weihnachtsbaum.

3 Nacdem Anton ſeine Erzaͤhlung geendet hatte, erkun⸗

digte er ſich ſehr gelegentlich nach dem Befinden ſeiner lieben Eltern. Er hatte nicht ohne Schmerzen bemerkt, wie ſehr beide ſeit ſeiner Abreiſe gealtert hatten. Ihre grauen Haare und ihre vielen Falten preßten ihm beinahe Thraͤnen aus. Indeß ließ er ſich davon nichts merken, um ſie nicht zu betruͤben. Gar ſehr mußte er ſich hingegen verwundern, ſeine Geſchwiſter, Chriſtian, Catharine und Luiſe nun in der vollen Bluͤthe des Lebeus zu erblicken. Er rief Chriſtians beyde Kinder freundlich herbei.Mein Gott, ſagte er, ſo verfließt die Zeit! Ach, vor achtzehn Jahren waren Chriſtian⸗ Catharine und ich Kinder wie dieſe hier; Luiſe noch kleiner⸗ Jetzt ſind dieſe Kinder in unſre Stelle eingeruͤckt. Er be⸗ trachtete die zwey Kinder mit Wohlgefallen.Nun, ſprach er, habt ihr aber auch eure Weihnachtsgeſchenke ſchon be⸗ kommen?Ach nein, ſagte der kleine Franz. Der Ober⸗ förſter hat uns den Spaß verdorben; er iſt ein rechter He⸗