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Der Weihnachtsabend : eine Erzählung zum Weihnachtsgeschenke für Kinder / von dem Verfasser der Ostereyer
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nicht mehr als billig! ſagte der Fuͤrſt. Der Dankbarkeit gegen Eltern will ich gerne nachſtehen.

Der Forſtrath war indeſſen mit Schreiben fertig ge⸗ worden und uͤberreichte dem Fuͤrſten das Blatt. Der Fuͤrſt unterzeichnete es.Gruͤßen Sie mir Ihren guten Pflege⸗ vater, ſprach er zu mir, und ſagen Sie dem braven, alten Manne, er ſolle außer Sorgen ſeyn.

Aber wie frey Sie doch mit dem Fuͤrſten ſprachen, ſagte der Forſtrath, indem er mich auf mein Zimmer be⸗ gleitete. Ich wehrte Ihnen immer, aber Sie achteten nicht darauf. Nun, Ihrer Liebe zu Ihren Pflegeeltern iſt dieſes zu verzeihen. Auch finde ich, der geradeſte Weg iſt immer der kuͤrzeſte. Ich frage nun den Forſtrath, was der Fuͤrſt mit ihm geſprochen und was er ihm zu ſchrei⸗ ben befohlen. Nach vielem Bitten geſtand er ihm endlich, der Furſt habe geſagt:Bald haͤtte man mich zu einer Ungerechtigkeit verleitet. Dort liegt ein Dekret, in dem an die Stelle des alten Foͤrſters ein anderer Mann ernannt wird. Ich fand jedoch einige Bedenklichkeiten dabeilund habe, ſo ſicher man auch darauf rechnete, es noch nicht unterzeichnet. Ich werde nun die Sache zuvor noch gruͤnd⸗ licher unterſuchen. Was der Ferſtrath ſchreiben mußte, war ein beſonderer Befehl an den Oberfoͤrſter, ungefaͤhr die⸗ ſes Inhalts:Seine Durchlaucht haͤtten mit allergroͤßtem Mißfallen vernommen, wie unwuͤrdig der Oberfoͤrſter den wuͤrdigen Forſter Gruͤnewald behandle; der Oberfoͤrſter er⸗ halte hiemit die geſchaͤrfteſte Weiſung, bis auf weiteres we⸗ der den alten Foͤrſter noch deſſen Sohn im Geringſten zu be⸗ unruhigen. Den Befehl mußte der Forſtrath ſogleich durch eine Staffete abſenden.Denn, hatte der Fuͤrſt geſagt, es liegt mir ſehr daran, dem alten ehrlichen Mann, ſobald als moͤglich, Ruhe zu verſchaffen. Der Forſtrath gab mir nun noch auf, Sie zu gruͤßen und Ihnen zu ſagen:Die Unter⸗