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Der Weihnachtsabend : eine Erzählung zum Weihnachtsgeschenke für Kinder / von dem Verfasser der Ostereyer
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ben. Ich hatte ſie noch in der Nacht aus meinem Koffer hervorgeſucht. Da iſt auch nicht ein einziger darunter, in dem nicht fuͤr den Durchlauchtigen Erbprinzen, der mit mir damals in einem Lande lebte, die beſten Segenswuͤnſche ent⸗ halten waͤren. Der Furſt las nicht nur die Stellen, die ich ihm zeigte, ſondern, nachdem er mich zuvor, mit zu vieler Gnade, um Erlaubniß gefragt hatte, die ganzen Briefe⸗ Nun wohl, ſprach er, ich erinnere mich jetzt, daß Sie mir ſchon in Italien von dem wackern Manne geſagt haben; ein Mann, der ſo ſchreibt und einen ſo guten Sohn erzog, kann kein ſchlechter Mann ſeyn.Deßhalb, ſagte ich, muͤſſen Eure Durchlaucht den Oberförſter beſtrafen, und dem Sohne des Foͤrſters den vaͤterlichen Dienſt geben. Der Forſtrath blickte mich unwillig an und ſagte:Spricht man denn auch einmal ſo mit dem gnaͤdigſten Herrn? Der Fuͤrſt ſprach aber mit Laͤcheln:So ſchnell geht es freylich nicht, wie Sie meynen junger Mann. Ich muß den Ober⸗

forſter erſt auch hoͤren. Er winkte dem Forſtrath an ein

Fenſter und redete einige Zeit beſonders mit ihm. Der Forſtrath ſetzte ſich hierauf und ſchrieb. Der Fuͤrſt ſagte aber zu mir:Seyen Sie ruhig, es wird recht werden.

Er redete nun, waͤhrend der Forſtrath ſchrieb, mit mir von Gemaͤlden.Mein ſeliger Vater, ſagte er, hat mir eine ganz artige Sammlung hinterlaſſen. Ich bin begierig, was Sie dazu ſagen. Indeß muͤſſen alle Gemaͤlde wieder in beſ⸗ ſern Stand geſetzt werden. Dieſe Arbeit uͤbertrag ich hiemit Ihnen. Wollen Sie das Geſchaͤft uͤbernehmen?Mit dem groͤßten Vergnuͤgen, ſagte ich; aber erſt nach den Weihnachtsfeiertagen. Am heiligen Weihnachtsabende ha⸗ be ich meine ehrwuͤrdigen Pflegeeltern das erſte Malgeſehen; an dem Weihnachtsabende muß ich ſie wieder ſehen; he⸗ ſonders da ſie in einer ſo traurigen Lage ſind, und ich ihnen erfreuliche Nachrichten bringen kann.Das iſt