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Reſidenz kaunte, und ich erinnerte mich ſehr wohl, wie er ehemals als Oberfoͤrſter Sie beſter Vater, oͤfter beſuchte und mit Ihnen in der herzlichſten Freundſchaft lebte. Er fragte mich, wie ich hieher komme. Ich ſagte es ihm. „Sie kommen zur gluͤcklichen Stunde!“ ſprach er, und ſieng nun ſogleich an, mir zu erzaͤhlen, wie es Ihnen, liebſter Vater, gehe, wie viel Verdruß Ihnen der Oberfoͤr⸗ ſver mache, wie Sie deßhalb ſelbſt in die Reſidenz gekom⸗ men, wie Sie aber einige Tage vor meiner Ankunft unver⸗ richteter Sache wieder abgereiſet waͤren. Ich wollte ſogleich wieder zum Fuͤrſten.„Nicht doch! ſagte der Forſtrath, das geht nicht. Morgen fruͤhe muͤſſen Sie um eine beſondere Audienz bitten. Ich werde Sie begleiten. Die Sache iſt jetzt ſchon ſo vorbereitet, daß wir ein geneigtes Gehoͤr fin⸗ den werden.“ Wir wurden am folgenden Morgen ſehr bald vorgelaſſen. Ich fieng ſogleich von Ihnen an, und re⸗ dete mit großem Eifer. Ich erzaͤhlte, wie ich in Ihr Haus gekommen, und was Sie all; an mir gethan haben. Ich war ſehr ausfuͤhrlich. Der Forſtrath ſagte einige Male: „Zur Sache, zur Sache!“ Der Fuͤrſt aber laͤchelte nur und ſagte:„Laſſen Sie! Die Dankbarkeit des guten Sohnes gegen ſeine atten Pflegeeltern gefaͤllt mir. Wir werden ja am Ende finden, wo das alles hinaus will.“ Ich kam nun auf den Herrn von Schilf und ſagte es gerade zu, warum er Ihnen ſo aufſaͤzig ſey, und daß er als ein Wilddieb in das Zuchthaus gekommen waͤre, wenn der hochſelige Fuͤrſt nicht zu gnädig geweſen waͤre.„Nicht doch, ſagte der Forſt⸗ rath ernſthaft zu mir, Sie vergeſſen den ſchuldigen Reſpekt. Fürſten koͤnnen kaum zu gnaͤdig ſeyn. Der Oberfoͤrſter war damals ein junger Menſch, und es konnte deßhalb immer einige Schonung eintreten.“„Nur weiter, nur wei⸗ ter!“ ſagte der Fuͤrſt zu mir. Ich zeigte ihm nun die Brieſe, die Sie, liebſter Vater, mir nach Irglien geſchrie⸗
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