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Der Weihnachtsabend : eine Erzählung zum Weihnachtsgeschenke für Kinder / von dem Verfasser der Ostereyer
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nun einmal zu Rom die Gemaͤlde junger Kuͤnſtler zur Schau ausgeſtellt. Er gieng hin, und unter den vielen Gemaͤlden gefiel ihm eines ganz vorzuͤglich. Man ſagte ihm, ein junger Maler aus ſeinem Fuͤrſtenthume, Anton

Kroner, habe es gemalt. Der Prinz ließ mich rufen,

lobte mich ſehr und war gegen mich ganz ungemein gnaͤ⸗

dig. Er fragte mich, was ich fuͤr das Gemaͤlde fordere,

und bezahlte mir mit fuͤrſtlicher Großmuth viel mehr, als

ich verlangt hatte. Da er die beruͤhmteſten Gemäͤlde zu Rom ſehen wollte, ſo mußte ich ihn öſter begleiten, durf⸗ te neben ihm in ſeinem Wagen ſitzen, ja, ſogar einige Male bei ihm ſpeiſen. Nun wurden zu Rom mehrere alte Gemaͤlde von ganz vorzuͤglicher Schoͤnheit zum Ver⸗ kauf ausgeboten. Der Prinz fuhr mit mir hin, ſie zu beſehen. Er fragte mich bei jenen Stuͤcken, die ihm be⸗ ſonders gefielen, um meine Meynung, und beſchloß ſie zu kaufen. Es war ein Tag beſtimmt, an dem ſtie oͤffentlich ſollten verſteigert werden. Der Prinz konnte aber nicht

mehr ſo lange bleiben; er mußte nach Hauſe reiſen, und

die Regierung uͤbernehmen. Er gab mir Eaher den Auf⸗ trag, die Gemaͤlde zu kaufen, und dafuͤr zu ſorgen,

daß ſie ihm ſicher und unbeſchaͤdigt uͤberliefert wuͤrden. Er beſtimmte, wie viel ich im aͤußerſten. Falle fuͤr die Gemalde geben duͤrfte, und wies mir eine Summe Geldes an. Dieſer fuͤr mich ſo ehrenvollt Auftrag lag mir nun ſehr am Herzen. Ich war auch ſo gluͤcklich, die Gemaͤlde fuͤr eine bedenutend geringere Summe, als er mir geſtattet hatte, zu erhalten. Da ich bereits alles, was für einen Maler in Italien vorzug⸗ lich ſehenswerth iſt, geſehen hatte, und da eben ein Schiff