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Der Weihnachtsabend : eine Erzählung zum Weihnachtsgeschenke für Kinder / von dem Verfasser der Ostereyer
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rinen und Luiſen, voll der herzlichſten Freude des Wie⸗ derſehens. Auch die junge Foͤrſterin und ihre Kinder, die er das erſte Mal ſah, gruͤßte er mit großer Freude und Herzlichkeit. So tief betruͤbt alle noch vor wenigen Augenblicken waren, ſo hoch erfreut waren jetzt alle. Die unerwartete Freude hatte alle Traurigk it verſcheucht, wie die aufgehende Sonne die naͤchtlichen Schatten zerſtreut.

Jetzt aber fieng die alte Mutter an:Ach Anton, du findeſt uns in ſehr traurigen Umſtaͤnden. Du haſt ja unſere Thraͤnen noch geſehen, als du in die Stube herein kameſt. Ach, laß dir unſern Jammer doch erzaͤhlen. Ich weiß alles, ſprach Anton; ſeyen Sie aber vollkom⸗ men ruhig, liebſte Eltern! Ihre Angelegenheiten ſtehen aufs Beſte. Ich komme eben vom Fuͤrſten. Er gruͤßt Sie liebſter Vater, auf das freundlichſte.

Mich? rief der alte Vater? Wie kamſt du zum Fuͤrſten? Das begreife ich nicht. Wahrhaftig, ich fuͤrchte dieſes alles iſt nur ein gluͤcklicher Traum.

Nein, ſp. ach Anton, nichts weniger als ein Traum, ſondern die gewiſſe Wahrheit. Setzen Sie ſich einmal in Ihren Lehnſeſſel, liebſter Vater, und Sie liebſte Mutter, nehmen Sie hier Platz, und laſſen Sie ſich alles ausfuͤhr⸗ lich erzaͤhlen. Er legte ſeinen Mantel ab und holte noch ein Paar Seſſel herbey. Die erfreuten Pflegeeltern nah⸗ men ihn in ihre Mitte. Alle uͤbrigen ſtanden umher und ſahen voll Verwunderung und Erwartung auf ihn. An⸗ ton erzaͤhlte:

Unſer jetziger gnädigſter Fuͤrſt war, wie Sie wiſſen, noch vor Kurzem als Erbprinz in Itaglien. Da wurden

wuͤrdige Pflegmutter, ſeine Geſchwiſter, Chriſtian, Catha⸗

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