Achtes Kapitel.
Ein unerwarteter Beſuch.
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Indeſſen wurde wiederholt geklopft, und noch ſtaͤrker, als zuvor.„Geh, Chriſtian, ſagte der alte Förſter und oͤffne die Thuͤre.“ Chriſtian gieng. Nach einigen Au⸗ genblicken trat ein ſchoͤner, anſehnlicher Herr, den ſie nicht kannten, in einen dunkelgruͤnen Mantel gehuͤllt und mit einer Pelzmuͤtze bedeckt, zur Thuͤre herein.„Das iſt der neue Forſter!“ dachten alle mit erſchrockenen Her⸗ zen. Der Unbekannte ſchien aber ſelbſt erſchrocken, ſo viele rothgeweinte Augen und ſchreckenblaſſe Angeſichter zu ſehen. Er nahm ſeine Muͤtze ab, ſtand einige Au⸗ genblicke ſtill und ſagte:„Kennen Sie mich denn nicht mehr?„Ach Gott, rief Luiſe, es iſt Anton!“ Anton! rief Catharine, iſts moͤglich?„Was faͤllt euch ein, ſagte die alte Mutter; dieſer Herr iſt ja viel groͤßer und ſtaͤrker als Anton.“ „Wahrhaftig, er iſt es, ſprach Chriſtian, es iſt Anton! Um des Himmels willen, Bruder, wie kommſt du hieher? Ich haͤtte dich in Rom geſucht, mehrere hun⸗ dert Stunden von hier!“ Der alte Vater rieb ſich die Augen, als traute er ihnen nicht, trat langſam naͤher, eilte aber ploͤtzlich mit weitausgeſtreck en Armen auf Anton zu, ſchloß ihn in die Arme und konnte nichts mehr ſagen, als:„O mein Sohn Anton!“ Sie umarm⸗ ten ſich lange und innig. Nun gruͤßte Anton ſeine ehr⸗
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