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Er blickte auf ſeine Enkel und ſprach weiter:„Unſer Herz regt ſich, wenn wir dieſe weinenden Kinder betrach⸗ ten. Gott hat noch ein liebevolles Vaterherz gegen uns. Schickt er ein ſo ſchweres Leiden uͤber uns, ſo hat er ge⸗ wiß die weiſeſten Abſichten dabei. Auch dieſen Jammer wird Er zu unſerm Beſten lenken. Wenn es einmal auf das Aeußerſte gekommen, muß es wieder beſſer gehen. Die Alten ſagten ja aus wohlbewaͤhrter Erfahrung: Iſt die Noth am hoͤchſten, ſo iſt Gottes Huͤlfe am naͤchſten. — Wir haben in dieſer Stube viele Weihnachtsabende in Freuden zugebracht, laßt uns auch den Einen trauri⸗ gen von Gottes Hand willig annehmen.
„Du haſt recht, liebſter Mann, ſagte die alte Foͤrſterin; wir wollen alles Gott uͤberlaſſen und in unſerm großen Jammer getroſt ſeyn. Ach, ich dachte oft daran, wie es Marien ſeyn mußte, als ſie nicht nur in dem Stalle ſon⸗ dern bald darauf ihre Wohnung bei dunkler Nacht— wie jetzt wir gar verlaſſen, und mit ihrem goͤttlichen Kinde fortziehen ſollte in ein anderes Land. O ſo groß ihr Glau⸗ ben, ihr Vertrauen war, ich denke doch, daß ihr, wo nicht um ihrer ſelbſt, doch um ihres Kindes willen, Thraͤnen in die Augen traten! Ich weiß, was es um ein Mutterherz iſt! Ihre Leiden waren gewiß herzzerſchneidend. Jeder Menſch auf Erden aber muß in aͤhnliche Lagen kommen. Gott laͤßt keines ſeiner Kinder ungepruͤft. Jene alten Geſchichten werden auf eine gewiſſe Art an uns erneuert. Allein Derjenige, der Marie, in dem armen Stalle und auf ihrer traurigen Flucht, troͤſtende Freunde und leitende Engel zuſchickte, wird auch uns nicht ohne Troſt laſſen. Er wird zu Pchler Zeit Huͤlſe ſchicken.“


