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zwei liebliche Kinder, Franz und Klara, hatten ſich ſchon
ſeit mehreren Wochen auf die Feier des heiligen Weih⸗ nachtsabend gefreut. Sie ſprangen auf und trockneten ſich ſchnell die Thraͤnen von ihren erheiterten Geſichtern.„Groß⸗ mutter, ſagte der kleine Franz, nimm den Flor weg von dem Bilde und zuͤnde, wie im vorigen Jahr', die Kerzen an, damit man es auch recht ſehe.“„Und du, Großva⸗ ter, ſagte die kleine Klara, hole deine Harfe; wir wollen unſer Weihnachtsliedchen ſingen, das uns die Mutter ge⸗ lehrt hat.“
„Nun wohl, ſprach der Foͤrſter; wir wollen ein Weihnachtslied ſingen. Doch, ſagt zuvor noch, hat ſih waͤhrend wir fort waren, nichts beſonders ereignet?“ „Nichts, ſagte die alte Foͤrſterin: nur iſt leider, bald nach eurer Abreiſe, wieder ein Schreiben von dem Ober⸗ forſtamte angekommen. Was es wohl ſeyn mag!“ Sie reichte ihm das Schreiben verſchloſſen hin. Er oͤffnete es— erblaßte— und ſagte mit einem Blick zum Himmel: „Nun, Herr, dein Wille geſchehe! Alle ſchauten erſchro⸗ cken und erwartungsvoll auf ihn.„Was iſt es denn?“ fragte die Großmutter.„Wir ſollen aus dieſem Hanſe fort, ſagte er; ja wir ſollten ſchon fort ſeyn. Der Ober⸗ foͤrſter befiehlt in dieſem Schreiben, das Foͤrſterhaus muͤſ⸗ ſe laͤngſtens bis zum Weihnachtsabend geraͤumt und gerei⸗ niget ſein, damit der neue Foͤrſter auf die Weihnachts⸗ feiertage einziehen koͤnne. Er droht, wenn wir ihm nicht gehorchen wuͤrden, uns durch die Amtsdiener abfuͤhren zu laſſen. Mich wundert, daß ſie noch nicht da ſind; wir ſind keinen Augenblick ſicher, daß ſie uns aus dem Hauſe werfen..
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