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Der Weihnachtsabend : eine Erzählung zum Weihnachtsgeschenke für Kinder / von dem Verfasser der Ostereyer
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Vertrauen geſagt:O, es ſieht gar nicht gut; wir kom⸗

men wahrſcheinlich um den Dienſt. Dieſe erſchrack ſehr, und ſagte es heimlich den uͤbrigen. Der alte Foͤrſter ſah, wie ſich auf einmal alle Geſichter verfinſterten, und von Schrecken und Angſt zeigten.Hat Chriſtian ſchon geplaudert? ſagte er; je nun, es iſt da nichts zu verheh⸗ len. Ihr ſollet es hoͤren; dor werdet mir nicht zu trau⸗ rig. Es iſt uns ja heute Nacht ein Erloͤſer geboren; uͤber dieſer großen Freude müſſen wir unſere kleinen Erden⸗ ſorgen vergeſſen; wenigſtens ſie uns nicht zu ſehr zu Her⸗ zen nehmen.

Als wir, ſprach er hierauf, Abends ſpät in der Re⸗

ſidenz außamen, gieng ich noch zu dem alten Forſtrath Muͤller. Er iſt ein ſehr biederer Mann, dachte ich; er war vor alten Zeiten mein Oberfoͤrſter und immer mein Freund. Die uͤbrigen Raͤthe, die mich kannten, ſind alle todt oder in Ruhe verſetzt. Wiewohl auch er ſich Alters halber von Geſchaͤften zuruͤckgezogen hat, ſo kann er mir doch den beſten Rath geben. So dacht' ich. Der edle Mann nahm mich auch in der That mit großer Herz⸗ lichkeit auf. Ich ſagte ihm mein Anliegen. Er ſprach: Sie haben an dem Oberfoͤrſter einen ſehr ſchlimmen Feind, der dahier maͤchtige Freunde hat. Er will Ih⸗ ren Dienſt einem jungen Menſchen, der ſein Bedienter war, zuſchanzen und ſendet immer die nachtheiligſten Be⸗

richte uͤber Sie und Ihren Sohn ein. Ich fuͤrchte ſehr,

er dringe durch, und bringe den guten Chriſtian um das vaͤterliche Brod.Ach, ſagte ich, es wird ja nicht ſo weit kommen! Indeß bin ich Willens, ſelbſt zum Fuͤrſten zu