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65 Gott, ſagte die alte Foͤrſterin, nachdem ſie lange zum Fenſter hinausgeſehen hatte, ſie kommen noch nicht. Wenn ſie heute, am heiligen Chriſtabende, ausbleiben, ſo iſt ihnen ſicherlich ein Ungluͤck begegnet. Mir iſt ganz un⸗ ausſprechlich bange. Es iſt ja ein Welter, man ſollte kei⸗ nen Hund vor die Thuͤre jagen, und die Wege ſind zum Verſinken ſchlecht. Ach, wenn ſie nur wieder da waͤren, gehe dann alles Uebrige, wie es wolle!“*
Sie öͤffnete wieder das Fenſter: ſah hinaus und rief: „O Sottlob, nun kommen ſie!“ Alle eilten ihnen vor die Hausthuͤre entgegen; alle fragten:„Nun, wie iſt es in der Stadt gegangen?“„Ich hoffe, es ſoll noch alles gut gehen, ſagte der alte Foͤrſter. Ihr werdet aber unſertwe⸗ gen Kummer gehabt haben. Wir blieben lange aus. Allein ich war auf der Reiſe nicht ganz wohl, und konnte nicht mehr weiter; und da es wieder beſſer gieng, waren von dem vielen Regen die Fluͤſſe und Baͤche ſo angeſchwol⸗ len, daß wir noch einige Dage aufgehalten wurden. Nun Gottlob, daß wir wieder da ſind!“ Er trat in das Haus, kleidete ſich um, und ſetzte ſich in ſeinen Lehnſeſſel an den waͤrmenden Ofen. Die alte Foͤrſterin brachte eine Flaſche Wein, zwei Glaͤſer und die brennende Oellampe.„Er⸗ quickt euch doch belde ein wenig, ſagte ſie, indem ſie einſchenkte; ihr werdet es beide ſehr noͤthig haben. Das Eſſen wird bald fertig ſeyn.“„Wohl! ſprach der Foͤr⸗ ſter, beim Scheine des hellen Oellichtes umherſchauend; es iſt doch gut, wieder zu Hauſe zu ſeyn, unter den lieben Seinigen, wo man lauter freundliche und froͤhliche Ge⸗
ſichter um ſich erblickt.“
Der junge Foͤrſter hatte aber indeß ſeiner Frau im
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