Regendach, der von einem Felſen ſtuͤrzt.„Ach Du mein
liefen alle Angenblicke vor die Hausthuͤre, um zu ſehen⸗ ob der Vater und der Großvater denn noch nicht kaͤmen. So verfloßen zu den erſten acht Tagen noch acht Tage in Kummer und Sorgen. Ueberdieß hatte bald nach der Abreiſe der beiden Foͤrſter ein Jaͤgerburſche des Oberfoͤr⸗ ſters ein amtliches Schreiben gebracht. Die Forſterin getraute ſich zwar nicht, es zu oͤffnen; allein ſie fuͤrchtete, daß es nichts Gutes enthalte. Denn der Jaͤgerburſch hatte
noch muͤndlich mit hoͤhniſcher Miene geſagt:„Es iſt toll,
daß der alte Mann mit ſeinem jungen Brauſenkopf in die Reſidenz lauft. Der Herr Oberfoͤrſter iſt ſeiner Sache gewiß. Sie richten ſicherlich nichts aus und kehren mit Schand und Spott zuruͤck.“ Alle im Hauſe beteten in⸗ deß taͤglich, Gott wolle die beiden Reiſenden bei dem Fuͤr⸗ ſten ein gnaͤdiges Gehoͤr finden laſſen und ſie gluͤcklich wie⸗
der nach Hauſe fuͤhren! Auch die Kinder beteten ungehei⸗
ßen mit.
Siebentes Kapitel
Wie es mit dem Foͤrſter weiter gegangen.
Uueer dieſen traurigen Umſtaͤnden brach der heilige Weih⸗ nachtsabend an. Es wurde heute fruͤher Nacht als ſonſt. Denn der ganze Himmel war mit ſchweren Wolken bedeckt. Der Sturmwind brauste durch die alten Eichen und die ſchwankenden Tannen des Waldes. Es ſchneyte und reg⸗ nete ſehr heftig und die Dachrinne rauſchte gleich einem
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