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Der Weihnachtsabend : eine Erzählung zum Weihnachtsgeschenke für Kinder / von dem Verfasser der Ostereyer
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gen ſeinen Willen koͤnnen boͤſe Menſchen uns nicht ſchaden. Dieſe Pruͤfung kommt von Ihm; ſie wird uns einmal zu unſerm Beſten gereichen. Alſo Muth gefaßt! Gott iſt unſer maͤchtiger Beſchuͤtzer. Er verſtoßt uns nicht, wenn uns auch alle Welt verſtoßen ſollte. Er, der gute, reiche Vater wird es uns, ſeinen Kindern nie an Brod fehlen laſſen. Auf Ihn wollen wir vertrauen und unverzagt und getroſt ſeyn.

Indeß, fuhr er fort, will ich nichts von dem, unter⸗ laſſen, was ich thun kann. Ich reiſe Morgen des Tages zum Fuͤrſten. Er iſt ſo edelmuͤthig, als ſein hochſeliger Vater. Er wird mich hoͤren, ſo uberhaͤuft er auch jetzt, bald nach dem Antritte ſeiner Regierung, mit Geſchaͤften ſeyn mag. Er iſt gerecht; er wird nicht zugeben, daß man einem alten Diener, der dem Fuͤrſtenhauſe uͤber vier⸗ zig Jahre treu und redlich diente, ſo ohne Weiters mit Weib, Kindern und Enkeln dem Mangel und dem Hun⸗ gertode preisgebe. Du, Chriſtian, mußt mich begleiten. Wir konnen ja jetzt beide abweſend ſeyn, ohne den Oberfoͤr⸗ ſter um Urlaub zu bitten. Wir machen die Reiſe zu Fuß; das Reiten oder Fahren waͤre fuͤr unſere jetzigen Umſtaͤn⸗ de zu koſtbar; iſt auch gar nicht nothwendig. Die noͤthi⸗ gen Kleidungsſtuͤcke fuͤr die Reiſe finden in unſern Jagd⸗ taſchen wohl Platz. Macht nur Anſtalt, daß morgen fruͤhe alles bereit ſey.

Der alte Foͤrſter war am folgenden Morgen ſchon vor⸗ Anbruch des Tages aufgeſtanden und weckte ſeinen Sohn. Es wird mir zu lange, auf den Tag zu warten, ſagte er; es iſt ja Mondſchein und wir koͤnnen alle Wege. Laß uns gehen! Die alte Foͤrſterin legte die gruͤne, goldbor⸗