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ruhte, trat ein Bothe in die Stube, und uͤberreichte ihm ein Schreiben vom Oberforſtamte. In dem Schreiben ſtand: Der bisherige Foͤrſter Gruͤnewald ſey vermoͤg hoͤch⸗ ſten Befehls, wegen Altersſchwaͤche und davon herruͤhren⸗ der Unfaͤhigkeit, ſeines Dienſtes entlaſſen und der Forſt bis zur Wiederbeſetzung einſtweilen dem benachbarten Foͤr⸗ ſter zu Waldenbruch zur Verwaltung gegeben worden. Von einem Ruhegehalt fuͤr den verdienten alten Mann, von einer andern Anſtellung ſeines Sohnes war keine Re⸗ de. Nur wurde noch bemerkt, der abgekommene Foͤrſter ſolle ſich von dem Augenblicke an, da er dieſes Schreiben erhalte, nicht mehr unterſtehen, im Walde einen Schuß zu thun oder ſich auch nur mit einem Gewehre blicken zu laſſen, bei Strafe, daß es ihm abgenommen werde.
Der alte Foͤrſter oͤffnete das Schreiben und ward ſehr beſtuͤrzt; ſeine Hand zitterte, in der er es hielt. Indeſſen faßte er ſich wieder und las den Seinigen, die in der Stube mit allerley Arbeiten beſchaͤftigt waren, das Schrei⸗ ben laut vor. Die alte Foͤrſterin und ihre zwei Toͤchter wurden bleich vor Schrecken. Der junge Foͤrſter gluͤhte vor Zorn uͤber die Bosheit des Oberfoͤrſters. Die junge Foͤr⸗
ſterin ſtand eine Weile ſprachlos da und fieng dann an,
laut zu weinen. Ihre Kinder, die in der Stube ſpielten, und die Mutter weinen ſahen, weinten auch. Es ent⸗ ſtand ein allgemeiner Jammer. Nur der alte ehrwuͤrdige Foͤrſter ſtand ruhig in ihrer Mitte, und ſprach:„Vergeßt nicht, daß der alte Gott noch lebt. Du, Großmutter, hoͤre zuerſt auf zu weinen, und gieb unſern Kindern und Enkeln ein Beiſpiel von Vertrauen auf Gott. Ge⸗
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