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Der Weihnachtsabend : eine Erzählung zum Weihnachtsgeschenke für Kinder / von dem Verfasser der Ostereyer
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Der alte, graue Foͤrſter bemuͤhte ſich vergebens, eine Thraͤne zu verhehlen und ſagte:Seyn Sie nicht unge⸗ recht, Herr Oberfoͤrſter! Sie glaubten ſich einmal von mir beleidigt. Deßhalb ſollten Sie ſich zweifach in Acht nehmen, mir wehe zu thun.Was, rief Herr von Schilf, und ſeine Augen funkelten von Zorn; Ihr ſelbſt erinnert mich an Eure Grobheiten! Ihr ſelbſt mahnt mich daran, daß Ihr mir mein einziges Jugendvergnuͤgen ge⸗ raubt und mich bei Hofe angeſchwaͤrzt habt. Ihr ſeyd ein ungeſchliffener, uͤbermuͤthiger Kerl. Von jeher hattet Ihr keine Achtung fuͤr hoͤhere Staͤnde, und hieltet Euch nur am Bettlergeſindel. Euerm Sohne habt Ihr geſtat⸗ tet, ein Maͤdchen ohne Heller und Pfenning, eine wahre Bettlerin zum Weibe zu nehmen. Euer huͤbſches Vermoͤ⸗ gen habt Ihr an den Bettelbuben, den Anton, weggeworfen. Ihr wußtet Euer eigenes Vermogen nicht zu verwalten, wie ſolltet Ihr fremdes Eigenthum und das Intreſſe des Fuͤrſten gut beſorgen? Geht, geht, mit Euch iſt nichts anzufangen. Ich hoffe, wir werden bald wenig mehr mit einander zu thun haben und Ihr ſollet mir bald gar nicht mehr unter die Augen kommen.

Der Foͤrſter gieng.Hum, dachte er auf dem Heim⸗ wege, der Oberfoͤrſter mag ſagen, was er will. Meine Waldungen ſind in der beſten Ordnung. Er kann, ſo abgeneigt er mir auch ilt, mir nichts anhaben. Ich laſſe es darauf ankommen.Er ſagte indeſſen zu Hauſe den Seinigen von allem, was der Oberförſter geſagt hatte, nichts, um ſie nicht ohne Noth zu betruͤben.

Allein bald darauf, da der alte Mann eben aus dem Walde zuruͤckgekommen war und in ſeinem Lehnſeſſel aus⸗