walten.“ Wer aber vor wie nach auf die Jagb gieng, war der junge Herr. Der Förſter traf ihn wieder, nahm ihm das Gewehr und ſagte:„Gott weißt es, jch thu es ungern. Allein ich muß. Die Befehle ſind ſtreng; ich kann nicht anders. Wenn ich Sie nochmals treffe, muß ich weitere Anzeige machen, und dann— geht es Ihnen nicht gut.“ Der brave Förſter gieng uͤberdieß noch zu dein alten Herrn von Schilf, und bat ihn, dem jungen Herrn das Jagen zu verbieten. Der alte Herr ließ zwar⸗ ſonſt ſeinem Sohne alles hingehen. Allein dieſes Mal ward er doch ſehr aufgebracht; er fuͤrchtete die fuͤrſtliche Ungnade. Er drohte ſeinem Sohne mit der Enterbung, wenn er noch ein einziges Mal auf die Jagd gehen wuͤr⸗ de; es ſey denn, der Foͤrſter gehe mit ihm. Allein der junge Herr war es ſchon gewohnt, ſeinem Vater nicht zu gehorchen. Bald darauf hoͤrte der Foͤrſter einen Schuß, eilte hin und traf den jungen Herrn bej einem erlegten Hirſch. Der Foͤrſter machte die Anzeige. Der alte Herr von Schilf reiſete ſelbſt zum Furſten und flehete um Gna⸗ de. Der Furſt ſagte:„Nach den Geſetzen ſollte der jun⸗ ge Herr in das Zuchthaus wandern. Ich will ihn zwar begnadigen; allein laͤßt er ſich noch einmal treffen, ſo ſchicke ich ihn ſicher dahin— und da begreifen Sie wohl, daß ich mir dann einmal keinen Rath oder andern Diener aus dem Zuchthauſe nehmen kann.“ Die Sache wurde ſo beigelegt. Der junge Herr von Schilf faßte aber einen grimmigen Haß gegen den ehrlichen Forſter, und gluͤhte, wiewohl indeß viele Jahre verfloſſen waren, noch immer von Rache gegen ihn. Jetzt ſtarb der Fuͤrſt ſehr unerwartet; der Erbprinz
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