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Der Weihnachtsabend : eine Erzählung zum Weihnachtsgeschenke für Kinder / von dem Verfasser der Ostereyer
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gekommen, und die Jagd in dem Walde des alten Foͤr⸗ ſters beſonders gut ausgefallen war, naͤherte ſich ihm der Fuͤrſt, klopfte ihm ſehr zufrieden auf die Schulter und ſagte;„Nun wie gehts, mein lieber Foͤrſter?“

„Eure Durchlaucht, ſprach der Föoͤrſter, dieſen alten Schultern will die Laſt des Tages zu ſchwer werden; ich wuͤnſche ſie juͤngern Schultern uͤbertragen zu duͤrfen.“ „Nun, ſprach der Fuͤrſt, doch wohl Euerm Sohne, dem Chriſtian dort? Er iſt ein braver Jaͤger, und, was ich ohne Vergleich mehr ſchaͤtze, ein ſehr guter Ferſtmann. Die Waldungen ſind, wie ich auf der Jagd gar wohl bemerkte, im beſten Zuſtande. Verlaßt Euch darauf; kein Anderer

bekommt den Dienſt. Er mag ihn auch einſtweilen verſe⸗

hen. Indeß iſt mirs lieb, wenn Ihr noch eine Zeit die Oberaufſicht und den Foͤrſtertitel beibehaltet. Auch die be⸗ ſten jungen Leute werden leicht uͤbermuͤthig und nachlaͤßig, wenn ihr Rockkragen zu fruͤhe mit goldenen Boͤrtchen ver⸗ braͤmt wird. Es iſt mein und Euer Vortheil, wenn Ihr noch eine Zeit Foͤrſter bleibt.“

Der Foͤrſter bezeugte dem Furſten fuͤr die gnaͤdige Zu⸗ ſicherung ſeinen Dank, und ſagte dann:„Es iſt aber noch ein anderer Umſtand dabei. Mein Sohn koͤnnte ſich eben jetzt gut verheirathen— mit der Tochter meines Jugendfreundes, des laͤngſt verſtorbenen Foͤrſters Buſch. Das Maͤdchen hat erſt kuͤrzlich auch ihre Mutter verloren, und weiß nun nicht wohin. Sie iſt arm— aber ſehr fromm, fleißig und die lautere Unſchuld, Guͤte und Be⸗ ſcheidenheit.”“„Nun wohl, ſprach der Fuͤrſt; ich lobe es ſehr, daß ein braver Mann bei ſeiner Wahl mehr auf Unſchuld und Tugend, als Geld und Gut ſehe. Ich gebe

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