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Der Weihnachtsabend : eine Erzählung zum Weihnachtsgeschenke für Kinder / von dem Verfasser der Ostereyer
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das Anton uns ſchickte, iſt das ſchoͤnſte Weihnachtsge⸗ ſchenk, das Anton oder irgend ein Menſch— ja wohl ein Fuͤrſt!— uns haͤtte machen koͤnnen. Die Andacht, mit der ihr die frommen Bemerkungen euers Vaters angehoͤrt habt, iſt die ſchoͤnſte Weihnachtsfeier, mit der wir den heiligen Abend feiern koͤnnen. Wir wollen das Heil, das uns Gott durch den neugebornen Heiland bereitete, dank⸗ bar annehmen. Dann iſt der Geburtstag des Erloͤſers auch der Geburtstag unſers Heils.“

Sechstes Kapitel.

Widerwaͤrtige Schickſale des Foͤrſters.

De treffliche Foͤrſter hatte mit den Seinigen ſeit An⸗ tons Abreiſe mehrere Jahre in Ruhe und Zufriedenheit

verlebt. Seine Kinder waren erwachſen; der Sohn eimn ruͤſtiger junger Mann, die Toͤchter bluͤhende Jungfrauen;

alle ſehr gut erzogen und von untadelicher Auffuͤhrung. Allmaͤhlig empfand der gute Vater aber die Beſchwerden des herannahenden Alters. Er war darauf bebacht, ſeinen Dienſt dem Sohne abzutreten. Der Fuͤrſt des Landes bs⸗ ſuchte jaͤhrlich im Herbſte auf einige Tage das fuͤrſtliche Jagdſchloß Felseck; denn die Jagd war ihm bei ſeinen vielen Geſchaͤften immer einige Erholung. Er war ein ſehr leutſeliger Herr; jeden ſeiner Unterthanen, auch den Geringſten, hoͤrte er liebreich an und redete freundlich

mit ihm. Als der Fuͤrſt wieder auf dem Jagdſchloſſe au⸗

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