51 der ſeine Suͤnden bereut und ſich ernſtlich beſſern will.
Darauf deutet ſchon der Namen des goͤttlichen Kindes.
Deßwegen verkuͤndete der Engel Marien den goͤttlichen Befehl:„Ihm ſollſt du den Namen Jeſus geben!“ Deß⸗ halb wiederholte er dieſen Befehl dem Ioſeph:„Jeſus, das heißt Erloͤſer, ſollſt du Ihn nennen, denn Er wird ſein Volk von Suͤnden erloͤſen.“ Das fuͤndige Menſcheu⸗ geſchlecht ſollte ſein Volk, ein heiliges Velk Gottes wer⸗ den. Deswegen ſehen wir uͤber der Krippe Jeſu den offe⸗ nen Himmel. Er wollte den Menſchen den verſchloſſenen Himmel wieder oͤffnen, ein Himmelreich auf Erden gruͤn⸗ den, und ſo Himmel und Erde wieder vereinigen. Dar⸗ uͤber freuen ſich die heiligen Engel Gottes, jubeln und frohlocken, preiſen Gott in der Hoͤhe und wuͤrſchen den Menſchen Gluͤck zu dem Heile, das Ihnen durch Chriſtus bereitet ward.“ 3
Was uns bei der Krippe Jeſu verkuͤndet wird, das hat Jeſus Chriſtus erfuͤllt, ſo große Hinderniſſe Ihm auch der Unglaube und die Hartnaͤckigkeit der Meuſchen entgegenſetzte; an ſo vielen ſeine Geburt und ſein Tod ver⸗ loren war. Er gruͤndete ein Himmelreich auf Erden, und ſein Werk beſtand. Manche Welteroberer ſtifteten indeſſen Weltreiche; allein ſie uͤberlebten ihre Reiche nicht lange, oder ſahen wohl noch lebend ſie in Truͤm⸗ mer zerfallen. Das Reich Jeſu allein— das wahre Chriſtenthum— breitete ſich immer weiter aus und be⸗ ſtand bis auf dieſe Stunde. Ganze Voͤlker kamen zum Glauben an Ihn und Kinige zierten ihre Kronen mit ſeinem Kreuze. Die alten heidniſchen Greuel, Menſchen⸗ opfer und dergleichen, uerſohſunden aus den chriſtlichen 4


