heiligſten, die ſeligſten, die ehrwuͤrdigſten Menſchen, die je auf Erden gelebt haben.
„Doch— meine Kinder, was ich euch bisher geſagt habe, iſt fuͤr uns wohl ſehr erfreulich und tröſtlich. Al⸗ lein es gilt nur von dem Menſchlichſchoͤnen dieſer Ge⸗ ſchichte. Die görtliche Abkunft und die hohe Beſtimmung dieſes goͤttlichen Kindes iſt erſt das Allerwichtigſte. Denn Jeſus Chriſtus, der menſchgewordene Sohn des Allerhoch⸗ ſten, iſt in dieſe Welt gekommen, die Menſchen, die von Gott und ihrer urſpruͤnglichen Wuͤrde abgefallen und deß⸗ halb verloren waren, zu retten. In Ihm erſchien uns die Menſchenfreundlichkeit Gottes ſichtar; in Ihm erbli⸗ cken wir Gott in Menſchengeſtalt. Er ward zwar in tief⸗ ſter Armuth geboren, lag als ein Kind in einer Krippe, hatte in dieſer Welt nicht ſo viel Eigenes, wo er nur ſein Haupt hinlegen konnte, und ſtarb gleich einem Uebelthaͤter am Kreuze. Allein ohne alle irdiſche Hüͤlfsmittel, ohne Reichthuͤner und bewaffnete Macht, hat Er durch ſeine goͤttliche Weisheit, Liebe und Allmacht die Geſtalt der Er⸗ de veraͤndert, das Menſchengeſchlecht erleuchtet, veredelt, dem Verderben entriſſen— und ſo ſeine goͤttliche Abkunft bewaͤhrt. Darauf wird in dieſem Gemaͤlde, ſo wie in der Geſchichte, ſehr ſchoͤn gedeutet.
Seht, ringsumher iſt es Nacht; tiefes Dunkel deckt die naͤchtliche Gegend; nur das Licht, das von dem goͤtt⸗ lichen Kinde ausgeht, erhellt alles mit ſeinem Glanze. So bedeckten bei der Geburt Jeſu die Finſterniſſe der Unwiſ⸗ ſenheit und des Heidenthums die Erde: in Jeſus Chriſtus iſt aber der Welt ein Licht aufgegangen, das
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