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die Thiere des Stalles werfen. Da wird uns die Wuͤr⸗
de und die Beſtimmung des Menſchen klar.— Schaut erſt noch einmal der heiligen Jungfrau in das milde An⸗ geſicht voll himmliſcher Unſchuld und unausſprechlicher muͤtterlicher Zaͤrtlichkeit! Betrachtet die aufrechte Geſtalt
des ehrwuͤrdigen Joſephs, wie er ſo voll Geiſt und An⸗
dacht die Augen zum Himmel erhebt! Sehet das holde Kind an, deſſen Angeſicht ſo lieblich laͤchelt, deſſen Au⸗ gen wie Sterne leuchten! Und nun ſchauet auf die rau⸗ hen haarigen Thierkoͤpfe— des Ochſen und des Eſels hin. Wie dumm und vernunftlos ſie darein ſehen! Wie das Maul hervorſteht, und uns zu erkennen giebt, daß ſie nur auf Futter bedacht ſind und von nichts Hoͤherem und Beſſerem wiſſen. Sie ſind nicht einmal eines freund⸗ lichen Laͤchelns faͤhig! O, wem erſcheint bei dieſer Ver⸗ gleichung der Menſch nicht als ein hoͤheres Weſen?
Wahrhaftig, er gehoͤrt einer hoͤhern Reihe von Geſchoͤ⸗
pfen an. Der roheſte Menſch hielte ſich ja fuͤr be⸗ ſchimpft, wenn man zu ihm ſagte: Du biſt um nichts beßer, als der Ochs, der deinen Pflug zieht, als der
Eſel, der deine Saͤcke zur Muͤhle traͤgt und dann ver⸗
fault. Nein, der Menſch gleicht vielmehr den heiligen Engeln Gottes, die ihren Schoͤpfer erkennen, ſich ſeiner freuen und ihm lobſingen. Der Menſch iſt das einzi⸗ ge Geſchoͤpf auf Erden, der dieß auch kann. Sey es,
daß der einige Aehnlichkeit mit den Thieren hat; er iſt doch
den Engeln des Himmels naͤher verwandt. Sey es, daß er weinend und wimmernd zur Welt kommt, daß er vie⸗ les ausſtehen, vieles leiden muß, bis er in ſeiner voller
Bluͤthe daſteht, daß er dann nach kurzer Zeit wieder


