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der ſchoͤnſte Anblick auf Erden, uͤber den ſich Engel er⸗ freuen muͤſſen. Dieſes liebliche Drei— Vater, Mutter und Kind— hat Gott ſo zuſammengefuͤgt.“
„O meine Kinder, denkt daher bei dieſem Kinde in der Krippe: Als ein ſchwaches Kind bin auch ich einſt ſo dagelegen, wo man mich hinlegte. Ich haͤtte verſchmach⸗ ten muͤſſen, wenn meine Eltern ſich meiner nicht liebreich angenommen haͤtten. Allein mit Freude und Jubel wur⸗ de der kleine fremde Gaſt aufgenommen, und alles war ſchon zu ſeiner Ankunft bereitet. Meine Mutter huͤllte mich in meine erſte Bekleidung, die Windeln, die ſie wohl felbſt geſponnen, gebleicht und genaͤht hatte. All ihr Sin⸗ nen und Trachten Tag und Nacht gieng nur darauf, daß mir nichts abgehen moͤge. Sorgſam wachte ſie an mei⸗ ner Wiege, wenn ich ſchlief; manche Nacht brachte ſie ſchlaflos zu, aus zaͤrtlicher Liebe zu mir! Der treue Va⸗ ter theilte ihre Sorge und arbeitete fuͤr beide. So denket und danket Gott, daß Er euch gute Eltern ſchenkte! Denn Er iſt es, der aus Liebe zu euch etwas von ſeiner unaus⸗ ſprechlichen Liebe in das Herz eurer Mutter pflanzte, und eurem Vater von ſeinem neuen Vaterſinne mittheilte und ihm das Vaterherz gab. Seyd aber auch nicht undank⸗ bar gegen eure Eltern. Ein Sohn, eine Tochter, die es vergeſſen koͤnnen, was die Mutter mit ihnen ausſtand, was der Vater fuͤr ſie that, ſie zu ernaͤhren, zu kleiden, zu erziehen, waͤren ohne alles menſchliche Gefuͤhl.
„Laßt uns nun, meine Kinder, nachdem wir die heilige Familie betrachtet, zu den heiligen Engeln, die dort oben ſchweben, hinaufblicken— und einen Blick auf
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