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den Schimmer der Engel uͤberglaͤnzt. Wahrhaftig, wer ſich da der Geburt des Erloͤſers nicht freuen und mit den Engeln Gott loben und preiſen wollte, der mußte ein Herz von Stein haben..
Der Foͤrſter hatte das Bild bisher mit unverwandten Augen ſtillſchweigend betrachtet, ohne ein Wort zu ſagen. Endlich ſprach er, wie aus einem Traume erwachend: „Ja, du haſt Recht! Wenn wir dieſe heilige Geſchichte ſchoͤn gemalt und in eine Rahme gefaßt, vor Augen ha⸗ ben, ſo macht ſie einen neuen, ganz eignen Eindruck auf unſer Herz. Ich will es einmal verſuchen, ob ich es euch ſagen kann, was ich alles darin finde und wie es mir um das Herz iſt.“ Er ſchob ſeinen Lehnſeſſel herbei, ſetzte ſich in einer kleinen Entfernung von dem Bilde, in der es ſich am beſten ausnahm, und ſprach dann:
„Wir wollen, meine lieben Kinder, unſere Augen zuerſt auf das goͤttliche Kind in der Krippe richten! Wir wollen aber jetzt auf einige Augenblicke ſeiner goͤttlichen Abkunft noch nicht gedenken; wir wollen es zuerſt nur als ein Menſchenkind betrachten. Schwach und huͤlflos,
in arme Windeln eingewickelt, liegt es auf ein wenig
Heu und Stroh. Aber die liebevolle Mutter begruͤßt es mit freundlichem Laͤcheln und voll der zaͤrtlichſten Sorg⸗ falt, es wohl zu verpflegen; und der treue Naͤhrvater ſteht theilnehmend dabei, bereit mit ſeinem ſtaͤrkern Arm, Mutter und Kind zu ſchuͤtzen, mit ſeiner arbeitſamen Hand beide zu ernaͤhren. Ein treuer Vater, eine liebe⸗ volle Mutter und ein. Kind, das dieſe treue Liebe, ſo⸗ bald es zur Beſinnung kommt, dankbar erwiedert, iſt


