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ie dieſen Namen verdiene, ein Kaͤnſtler bin, gene gr⸗ muͤlhliche Vorſtellung der Krippe Jeſu fuͤr Kinder, fo un⸗ vollkommen ſie auch ſeyn mochte, weckte mein Talent zu⸗ erſt. Immer ſteht ſie mir noch vor Augen, und was ich auch, allerdings ohne Vergleich Herrlicheres, von Kunſt⸗ werken ſehe, ſo werde ich doch ſo, wie damals, davon ent⸗ zuͤckt. Ach, die ſeligen Jahre der Kindheit gehen doch uͤber alles! Da erblicken wir alles umher wie verklaͤrt vom goldenen Glanze der Morgenroͤthe. Schade, daß ſie ſo ſchnell voruͤber ſind!“
„Zetzt, in dieſem Augenblicke, da ſie dieſen Brief leſen und meine Malerey betrachten, bin ich im Geiſte unter Ihnen zugegen. Ich erinnere mich mit geruͤhrtem Her⸗ zen, wie ich halb erſtarrt unter Ihr laͤndliches Dach kam, wie mich die gute Mutter mit warmen Speiſen erguickte, wie Sie mich zu Ihrem Kinde aufnahmen, wie Chriſti⸗ an, Catharine und Luiſe ihre Weihnachtsgeſchenke ſo freu, dig mit mir theilten. O liebſter Vater! ich kuͤſſe dankbar Ihre und meiner Pflegemutter ehrwuͤrdige Haͤnde. Ich umarme alle meine Geſchwiſter. Ich freue mich jetzt ſchon im Voraus, Ihnen nach einigen Jaͤhrchen nicht blos im Geiſte und aus weiter Ferne, ſondern von Angeſicht zu Angeſicht ſagen zu koͤnnen, wie von ganzem Herzen ich ſey — Ihr dankbarer, Sie innigſtliebender Anton. Rom, den 35. November 1756.
„Das iſt ein Brief, ſagte der Foͤrſter und wiſchte ſich die Augen; was wir auch an den Jungen gewendet haben, es iſt alles noch zu wenig. Ich ſetzte zwar im⸗ mer keine kleine Hoffnungen auf ihn; allein er ubertrifft ſie alle bei weitem. Niemals haͤtte ich geglaubt, eine ſol⸗


