ſes Geld habe ich zuruͤckgelegt, und werde es zu ſeiner Reiſe verwenden. Allein es reicht bei weitem nicht zu. Waͤren Sie nun nicht geneigt, das noch Fehlende, das freilich eine nicht geringe Summe betragen kann, darauf zu legen? Ein gutes Werk, das man angefangen hat, muß man auch vollenden.“ Er bot dem Forſter die Hand hin, erwartend, er werde einſchlagen. Der Foͤrſter hatte an Antons Wohlverhalten und ſeinen Fortſchritten in der Kunſt hohe Freude. Er beſaß ein ziemliches Vermoͤgen. Er blickte ſeine Hausfrau an. Sie nickte. Der Foͤrſter ſchlug ein und ſagte:„Nun wohl, wenn die Summe mein Vermoͤgen nicht uͤberſteigt, ſo will ich ſie ausbezah⸗ len.“ Es wurde ein Ueberſchlag gemacht, was die Reiſe koſten koͤnnte, und einmuͤthig beſchloſſen, Anton ſollte kuͤnftigen Fruͤhling die Reiſe antreten.
Der Maler fuhr am naͤchſten Morgen mit Anton im Schlitten zuruͤck in die Stadt. Der Förſter und die Foͤrſterin machten aber den Winter uͤber Anſtalten zu Antons bevorſtehender Reiſe. Der Foͤrſter kaufte Tuch ein, um ſeinen Pflegſohn hinreichend mit wohlanſtaͤndiger Kleidung auszuſtatten. Auch ſuchte er ſeinen eigenen Reiſekoffer hervor, und ließ ihn mit Rehfell neu uͤberzie⸗ hen. Die Foͤrſterin und ihre zwei Toͤchtern naͤhten und ſtrickten ſehr emſig, den Anton reichlich mit Leinenzeug zu verſehen. Zu Anfang des Fruͤhlings mußte Anton noch einige Tage bei ſeinen Pflegeeltern zubringen. Sein Pflegevater gab ihm in dieſer Zeit noch viele gute Er⸗ mahnungen und Klugheitslehren, und war gegen ihn ganz ungemein liebreich. Der gute Mann nahm ſich ſelbſt die Muͤhe, den Koffer zu packen. So oft ihm die


