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Tagen auf dem Fuͤrſtlichen Jagdſchloſſe angekommen, um da einige alte Gemaͤlde aufzufriſchen. Er benuͤtzte dieſe Gelegenheit, eine und die andere Waldgegend, die ihm beſonders gefiel, abzuzeichnen. Sogleich am Abende des folgenden Tages beſuchte er den Foͤrſter. Beide biedere
Maͤnner fanden bald, daß ſie Eines Sinnes waren, und
wurden Freunde. Der Maler wollte nun Antons Zeich⸗ nungen ſehen. Die Förſterin lobte ſie ausnehmend. „Glauben Sie mir, aagte ſie, ſie ſind unvergleichlich.“ Allein Anton ſtand erroͤthend an der Thuͤre und ſagte: „Herr Riedinger, Sie werden ſehen, daß ſie ganz und gar nichts heiſſen.“ Der Maler ermunterte ihn aber, ſie zu zeigen, und Anton brachte ſie. Herr Riedinger betrachtete eine nach der andern ſeyr bedachtſam und laͤ⸗ chelte einige Male. Wiewohl er vieles daran auszuſtellen hatte, ſo gefielen ſie ihm dennoch ſehr.„Wahrhaftig⸗ ſagte er, es ſteckt ein Maler in dem Knaben. Herr Gruͤnewald, uͤberlaſſen Sie in mir. Sie ſollen Freude an ihm erlehen.“„Topy! ſagte der Foͤrſter, und ſchlug ein. Ich habe ſchon lange nachgeſonnen, was der Knabe werden ſolle. Er iſt nun bereits in dem vierzehnten Jah⸗ re, und in der Schule zu Aeſchenthal iſt fuͤr ihn weiter nichts mehr zu lernen. Zu einem Jager iſt er zu zart und zu mitleidig. Er artet mehr ſeiner ſanften Mutter nach, als ſeinem tapfern Vater. Wenn Sie alſo meynen, er gebe einen guten Maler ab, ſo nehmen Sie ihn im⸗ merhin in die Lehre. Wie viel verlangen Sie Lehrgeld?“ „Lehrgeld! ſagte der Maler. Davon kann keine Rede ſeyn. Sie gaben mir zuerſt ein Beiſpiel, wie man ſich armer Waiſen annehmen muͤſſe, Eine edle That zieht


