5 5
29 bar, mit einem Kranze von Tannenzweigen oder Eichen⸗ laube eingefaßt. Anton brachte es bald ſo weit, daß er die groͤßten Riſſe nett und genau nachzeichnen konnte.
Die Verzierungen aber, die er dabei anzubringen wußte, waren von ihm ſelbſt erfunden und ſo gut ausgefuͤhrt, daß der Foͤrſter darüber erſtaunte. Anton zeichnete zum Beiſpiele einen Eichbaum, an dem ein Schild mit dem Namen des Waldes lehnte, und ſeitwaͤrts ſah man ein Wildſchwein, das nach Eicheln ſuchte. Der Name des Waldes ſtand in einem Felſen eingegraben, der mit Tan⸗ nen gekroͤnt war, und unten am Felſen ruhte ein Hirſch mit zackigem Geweih. Ueberhaupt zeichnete und malte Anton in allen ſeinen freien Stunden bald Landſchaften, bald Thiere, und wo er nur ein Streiſchen weißes Papier oder einen leeren Briefumſchlag fand, zeichnete er einen Vogel, eine Blume, oder einen Baumzweig darauf. Er konnte keinen Augenblick muͤßig ſeyn. Der Förſter und die Foͤrſterin liebten den guten Knaben wie ihr eigenes Kind, ja, ihre eigenen Kinder wurden, von Antons Bei⸗
ſpiel aufgemuntert, noch viel dienſtfertiger und thaͤtiger, als ſie es zuvor waren,
—.
———
—


