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Der Weihnachtsabend : eine Erzählung zum Weihnachtsgeschenke für Kinder / von dem Verfasser der Ostereyer
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nicht weit vom Foͤrſterhauſe, wo ein Tiſch neben einigen Baͤnken angebracht war. Nach dem Abendeſſen ſangen fie noch einige ſchoͤne und ruͤhrende Abendlieder. Der Foͤrſter ſpielte dazu die Harfe, und die Voͤgel auf allen Baͤumen des Waldes umher ſtimmten in den Geſang und das Harfe wiel mit ein. Anton fuͤhlte ſich unter dieſen edeln Menſchen, bei denen wahre Froͤmmigkeit, Eintracht und Liebe, Fleiß, Ordnung und Zufriedenheit wohnten, hoͤchſt gluͤcklich. Gott meynte es doch recht gut mit mir, ſagte er oͤfter. Er haͤtte mich auf der ganzen Welt zu keinen beſſern Menſchen fuͤhren koͤnnen. Der gute Knabe war aber auch die lautere Dankbarkeit und Dienſtfertigkeit gegen ſeine Pflegeeltern. Wenn der Foͤrſter Abends aus ſeinem Forſtbezirke heimkam, eilte Anton ſogleich, ihm den alten hechtgrauen Ueberrock mit gruͤnen Aufſchlaͤgen, deſſen ſich der Foͤrſter als eines Schlafrockes bediente, und die Pan⸗ toffeln zu bringen. Wenn die Foͤrſterin in der Kuͤche am Heerde ſtand und kochte, trug er ihr ungeheiſſen Holz zu⸗ oder lief, um ihr einige Schritte zu erſparen, in den Ge⸗ muͤsgarten am Hauſe und holte Schnittlauch, Peterſilien oder was ſie ſonſt eben von gruͤnen Kraͤutern noͤthig hat⸗ te. Mancher ihrer Wuͤnſche ward, bevor ſie ihn ausſprach, ſchon erfuͤllt. 3 Seinem guten Pflegevater erzeigte er aber noch ganz beſonders gute Dienſte. Der Foͤrſter verfertigte von allen 4 ihm anvertrauten Waldungen Riſſe, und gab ihnen mit zarben ein ſchoͤnes, gefaͤlliges Anſehen. In der Ecke jedes Blattes war der Namen des Waldes mit großen Buchſtaben geſchrieben, und, nachdem es ein Wald