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Der Weihnachtsabend : eine Erzählung zum Weihnachtsgeschenke für Kinder / von dem Verfasser der Ostereyer
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peln und Kirchen der ganzen Chriſtenheit wird an dem heutigen Tage ſeine Lehre verkuͤndet und von Millionen Menſchen angehoͤrt. Merkt daher auch ihr, meine Kin⸗ der, heute in unſrer Kirche andaͤchtig auf jedes Wort

des Lehrers, und bewahret es in eurem Herzen. Solche

und aͤhnliche Geſpraͤche fuͤhrte er mit den Kindern auf dem Wege zur Kirche; auf dem Heimwege aber redete er mit ihnen von der Predigt, und ſie wetteiferten, ihm zu erzaͤhlen, was ſie dasaus ſich gemerkt haͤtten.

Bei Tiſche war der Foͤrſter Sonntags immer beſon⸗ ders froͤhlich.Die Freude, ſprach er, mit euch zu Mittag zu eſſen, wird mir unter der Wochen ſelten zu Theil; da verzehre ich mein Mittagsmahl meiſtens gleich im Walde aus der Fauſt, und es ſchmeckt mir, Gott ſey Dank, im⸗ mer ſehr gut. Aber am Sonntage ſchmeckt es mir doch am beſten, nicht, weil die Mutter da eine beſondere Mahl⸗ zeit bereitet, ſondern weil ich die Speiſen in eurer Mitte genießen kann. Er legte den Kindern mit dem herzlich⸗ ſten Wohlwollen ſelbſt vor.Eſſet, Kinder, eſſet, ſprach er, und danket Gott fuͤr ſeine Gaben. Nach Tiſche ieng er mit den Kindern im Walde umher, lehrte ſie die mancherley Baͤume, Straͤuche und Kraͤnter kennen, und pries ihre mannigfaltige Schoͤnheit und Brauchbar⸗ keit.So, ſprach er dann immer, hat Gott alles, auch das kleinſte Kraͤutlein, ſchon gebildet und zu dem Nutzen des Menſchen eingerichtet. Auch der Wald iſt ein Buch, in dem ihr auf allen Blaͤttern von der Weisheit und Guͤte Gottes leſen koͤnnet.

Wenn im Fruͤhlinge oder im Sommer der Abend ſchoͤn war, ſo deckte die Foͤrſterin unter der großen einbe

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