Berghoͤhen hin, bald durch ſchmale Wieſenthaͤlchen, die mit buſchigen Felſen und hohen Baͤumen umgeben waren.„O wie ſchoͤn iſts doch im Walde, ſprach dann wohl Anton; wie herrlich gruͤnen die Baͤume im Glanze der Morgen⸗ ſonne! Ja, am Sonntage kommt mir der Wald noch viel ſchöͤner vor, als ſonſt.„Mir iſts, als haͤtten alle Baͤume ein freundlicheres Gruͤn. Die Voͤgelein auf den belaubten Zweigen ſingen viel froͤhlicher. Und außer ihnen ſchweigt alles! Man hoͤrt keine Holzart, kein Wagenrad und kei⸗ nen Schuß; nur die Kirchenglocke ertoͤnt in der Ferne. Es iſt alles ſo ſtill und ruhig, wie in der Kirche.“ „So feierlich, wie in einem Tempel, ſagte der Foͤr⸗ ſter. Auch der Wald iſt ein Tempel des Herrn; Er, der Allmaͤchtige, ſtellte dieſe Baͤume wie Saͤulen umher, und fuͤgte ihre Zweige zu einem gruͤnen Gewoͤlbe zuſammen Alles, von der ungeheuern bemoosten Eiche dort, bis zu den kleinen Maibluͤmchen hier zu unſern Fuͤßen, verkuͤndet uns ſeine Allmacht und Guͤte. Ja, die ganze Erde, ſo weit der blaue Himmel ſich woͤlbt, iſt ein Tempel ſeiner Herrlichkeit. Beſonders am Sonntage ſollen wir Ihn in dieſem ſeinem Tempel anbeten und dieſe herrlichen Werke andaͤchtig betrachten. In dieſem prachtvollen Tem⸗ pel, den Er ſelbſt erbauete, koͤnnen wir ſeine unermeßli⸗ che, unbegreifliche Groͤße und Herrlichkeit wahrnehmen; in unſern Kirchen aber, wiewohl ſie von Menſchenhaͤm den erbaut ſind, laͤßt er ſeine Rathſchluͤſſe und ſeinen heiligen Willen uns naͤher offenbaren. Auch deßhalb wur de der Sohn Gottes ein Menſch, lehrte uns Menſchel und ordnete das Lehramt an⸗ In hundert tauſend Tem
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Der Weihnachtsabend : eine Erzählung zum Weihnachtsgeschenke für Kinder / von dem Verfasser der Ostereyer
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