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Der Weihnachtsabend : eine Erzählung zum Weihnachtsgeschenke für Kinder / von dem Verfasser der Ostereyer
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tharine taͤglich dahin gehen. Anton gieng mit tauſend Freuden mit, und uͤbertraf bald alle ſeine Mikſchuͤler. Sein Fleiß und ſeine Talente waren ausnehmend⸗ Wenn der Foͤrſter Abends von der Jagd nach Hauſe kam und in ſeinem Lehnſtuhle naͤchſt dem waͤrmenden Ofen ſaß, mußfen ihm die Kinder erzaͤhlen, was ſie in der Schule ge⸗ lernt hatten, und ihm ihre Schriften vorweiſen. Anton wußte immer am meiſten zu erzaͤhlen; ſeine Schriften wa⸗ ren immer die ſchoͤnſten, und in dem Leſen brachte er es bald zu einer großen Fertigkeit. Nach dem Abendeſſen mußten die Kinder abwechſelnd vorleſen, allein alle im Hauſe hoͤrten am liebſten dem Anton zu.Er liest am natuͤrlichſten, ſagte die Foͤrſterin. Wenn man es nicht ſaͤ⸗ he, daß er ein Buch vor ſich habe, ſo meynte man ſicher⸗ anß er die Geſchichte nicht leſe, ſondern daß er ſie einmal gehoͤrt habe, und ſie uns nur ſo aus dem Kopfe erzaͤhle.

Der froͤhlichſte Tag in der Woche war den Kindern

6 nicht auf die Jagd und die Kinder konnten den ganzen Tag um ihn ſeyn.Ich bringe, ſprach er, die ſechs r Tage der Woche unausgeſetzt und unverdroßen in herr, ſchaftlichen Dienſten zu; allein der Sonntag iſt dem Dienſte eines groͤßern Herrn gewidmet. Auch iſt mir und meinen Holzhauern nach ſechs Arbeitstagen wohl ein Ruhetag zu goͤnnen. Am Sonntage Morgens giengen Later und Mutter in der lieblichen Sonntagsfrühe mit den Kindern nach Aeſchenthal in die Kirche. Das mor den Kindern, beſonders im Fruͤhlinge und im Sommer. eine große Freude. Der Weg fuͤhrte bald uͤber waldige 3

immer der Sonntag. An dieſem Tage gieng der Foͤrſter

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