nicht ausgenommen, die Haͤnde betend und dankend zum Himmel erheben. Der Vater im Himmel kann nicht an⸗ ders als ſegnend auf ſie herabblicken.“
Eben ſo andaͤchtig und ehrerbietig betete der Foͤrſter mit allen den Seinigen vor und nach dem Tiſche. Eines Tages brachte er den jungen Herrn von Schilf von der Jagd mit nach Hauſe und lud ihn, da eben die Suppe aufgetragen wurde, zum Mittageſſen ein. Der junge Herr ſetzte ſich ſogleich ohne Tiſchgebete an den Tiſch. Allein der Foͤrſter, der ſich wie er zu ſagen pflegte, nie ein Blatt vor den Mund nahm, aagte ſehr ernſthaft: „Pfui, junger Herr! ſo machen es meine Wildſchweine draußen im Walde; die verſchlucken die Eicheln, ohne aufzuſchauen, woher ſie kommen.“ Der junge Herr vollte Einwendungen machen, und meynte, das Tiſchge⸗
eey eben nicht ſo bedeutend. Allein der Foͤrſter ſprach
mit großem Nachdrucke:„Was uns zu beſſern Men⸗
ſchen macht, iſt von großer Bedeutung. Die Gottſelig⸗
keit iſt zu Allem nuͤze, von der Gottesvergeſſenheit hinge⸗
gen habe ich noch keine guten Fruͤchte geſehen, wohl aber
ſchon ſehr viele ſchlimme. Beten Sie mit uns, wie es einem Chriſten und vernuͤnftigen Menſchen geziemt, oder Sie ſind mit mir das letzte mal auf der Jagd geweſen. Mit einem Heiden mochte ich nichts weiter zu thun ha⸗ ben. Ich mag nicht einmal mit ihm an Einem Tiſche eſſen. Doch, ſetzte der Foͤrſter gelaſſener hinzu, ich weiß wohl, daß Sie uͤber die Sache nie nachgedacht haben. Sie ſahen etwa einige vornehme Herren nicht zu Tiſche beten, und machten es ihnen ohne weitere Ueberlegung ſogleich nach, Sie glaubten dadurch ſich ſelbſt ein vor⸗


