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Der Weihnachtsabend : eine Erzählung zum Weihnachtsgeschenke für Kinder / von dem Verfasser der Ostereyer
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Antons Taufſchein und der Todtenſchein ſeines Vaters. 1r Der Todtenſchein war von dem Feldprediger ausgeſtellt. ſti Der Oberſt des Regiments hatte aber noch eigenhaͤndig da ein ſehr ruͤhmliches Zeugniß von dem tapfern, edelmuͤthi⸗ ſti gen Betragen des ſeligen Wachtmeiſters und der tadello⸗ un

ſen Auffuͤhrung der hinterlaſſenen Wittwe beigefuͤgt.

Nun wohl, ſprach der Förſter, das iſt alles gut. Jetzt ſage mir aber, Anton, wie gefällt's dir bei uns? Sehr gut, ſagte Anton freundlich, ſo gut, daß mir iſt⸗ als ſey ich bei Euch zu Hauſe. Moͤchteſt du wohl beſ uns bleiben? fragte der Foͤrſter.O nirgends in der Welt lieber, ſagte Anton. Eure Frau iſt gerade ſo freund⸗ lich, wie es meine Mutter war, und Ihr ſeyd auch recht brav und habt gerade einen ſolchen Schnurrbart, wie ihn mein Vater trug.

Der Foͤrſter lachte und ſtrich ſich den Bart.Nun, Knabe, ſprach er, ſo bleibe denn bei uns. Ich viill

dein Vater ſeyn, und meine Frau wird als Mutter an

dir handeln. Sey uns aber auch ein guter Sohn, und habe deine neuen Geſchwiſter lieb und thu ihnen nichts zu leid. Hoͤrſt du du biſt jetzt mein Sohn Anton! Der Knabe ſtand ſehr betroffen da, und ſah den Föͤrſter mit großen Augen an, ob das auch ſein Ernſt ſey. Er

war der harten Begegnung, die er von vielen Menſchen

erfahren mußte, ſo gewoͤhnt, daß ers kaum glauben konnte, der Forſter wolle ihn an Kindesſtatt annehmen.Nun wie, Anton, ſagte der Foͤrſter, und bot ihm die Hand, ſchlaͤgſt du nicht ein? Jetzt brach Anton in Thraͤnen aus, bot dem Förſter die Hand, kuͤßte darauf die Hand der Foͤrſterin, und gruͤßte beide Kinder, aauch das kleinſte, wiewohl es noch nicht

ſo ru